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Tauchas Krippenplätze ausgebucht - Stadt will in dringenden Fällen Eltern dennoch Lösungen anbieten

Tauchas Krippenplätze ausgebucht - Stadt will in dringenden Fällen Eltern dennoch Lösungen anbieten

Seit diesem Monat haben Eltern einen Rechtsanspruch darauf, einen Krippenplatz für ihr Kind zu erhalten, wenn dieses mindestens ein Jahr alt ist. In Taucha allerdings arbeiten die Einrichtungen an den Kapazitätsgrenzen.

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Leiterin Silke Aßmuß beaufsichtigt den Sommerspaß auf der Rutsche: Die Tausendfüßler-Einrichtung der Volkssolidarität gehört mit 140 Kindern zu den größten Kindertagesstätten in Taucha. Die Kapazität der 34 Krippenplätze ist ausgeschöpft.

Quelle: Olaf Barth

Taucha. Dennoch soll es in der Parthestadt nicht zu Härtefällen kommen, sollen Lösungen für suchende Eltern gefunden werden.

"Es sind sicherlich viele Eltern auf der Suche. Aber wir haben im Moment keinen akuten Bedarf oder Notfall, bei dem zum Beispiel der Arbeitsplatz von Eltern gefährdet ist, weil das Kind nicht in einer Einrichtung betreut werden kann", sagte Petra Kostka. Sie ist im Tauchaer Rathaus als Sachgebietsleiterin die zuständige Mitarbeiterin für die Kindertagesstätten. Sie hält den Kontakt zu deren Leiterinnen und zu den Trägern. "Wir treffen uns regelmäßig und gleichen die Anmeldungen und zur Verfügung stehenden Plätze ab. Es gibt da schon einige Möglichkeiten und Varianten, in dringenden Fällen zu helfen", beschreibt Kostka die Situation, angesichts der derzeit ausgelasteten Einrichtungen.

So könne der Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz derzeit nicht von einen auf den anderen Tag erfüllt werden. Von konkreten Wartelisten mit einer konkreten Zahl von Suchenden will Kostka nicht direkt sprechen. Das sei schwierig. Eltern, die ein Kind erwarten oder einen Umzug nach Taucha planen, würden sich verständlicherweise in verschiedenen Einrichtungen gleichzeitig für einen Platz anmelden, oft aber nicht mitteilen, wenn sich die Pläne zerschlagen oder ein Platz bereits gefunden wurde. "Doch wenn Eltern in dringenden Fällen kommen, bemühen wir uns gemeinsam mit den Einrichtungen und Tagesmüttern um eine Lösung. Bis jetzt haben wir das immer geschafft, auch wenn das mal bis zu 14 Tage dauern kann", sagte Kostka.

In den acht Tauchaer Einrichtungen und bei den vier Tagesmüttern können 190 ein- bis dreijährige Kinder betreut werden. Außerdem stehen in der Parthestadt 407 Kindergartenplätze zur Verfügung. Bürgermeister Holger Schirmbeck (SPD) hatte in den letzten Wochen bereits angedeutet, dass sich die Stadt möglicherweise bald Gedanken machen müsse über den Bau einer weiteren Kindereinrichtung. Denn der Zuzug nach Taucha halte weiter an. In der Vergangenheit ließen zum Beispiel Zuzüge im Zusammenhang mit der BMW-Ansiedlung die Kinderzahlen in Taucha steigen. Aber auch neue Wohngebiete und Eigenheimstandorte wie das derzeit im Bau befindliche neue Wohngebiet Parkblick an der Wurzner Straße lockt Familien mit Kindern an die Parthe.

Deshalb können derzeit laut Kostka keine der zahlreich vorliegenden Wünsche von Leipziger Eltern berücksichtigt werden. "Wir haben jeden Tag aus Leipzig Anfragen, können derzeit aber leider außer in begründeten Fällen keine Plätze an Leipziger vergeben", bedauert Kostka. Dennoch gibt es natürlich auch jetzt einen gewissen Austausch. Zum Beispiel sei die Geschwister-Regelung ein begründeter Fall, damit nach einem Umzug die Kinder einer Familie nicht in verschiedene Einrichtungen gehen müssen. So besuchen derzeit rund 50 Tauchaer und 50 Leipziger Kinder jeweils Einrichtungen in der Nachbarstadt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.08.2013

Olaf Barth

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