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Tauchas Kunst- und Kulturverein löst sich auf - harter Kern will weitermachen

Tauchas Kunst- und Kulturverein löst sich auf - harter Kern will weitermachen

Die Kulturszene in Taucha erlebt jetzt einen herben Rückschlag. Denn die 26 Mitglieder des Mitte Mai 2004 gegründeten Kunst- und Kulturvereins Taucha (KuKuTa) haben am Sonntagabend während ihrer Jahreshauptversammlung einstimmig die Auflösung des Vereins beschlossen.

Taucha. Am 30. Juni soll Schluss sein. "Wir haben in den engen Strukturen des Vereins keine Kraft mehr, weiterzumachen", begründete gestern Vereinschef Hans-Jürgen Rüstau den Schritt. Gleichzeitig betonte er, dass aus dem aktiven harten Kern des Vereins eine Gruppe in noch nicht feststehender Form weiterhin kulturelle Projekte in Taucha umsetzen möchte. "Das sind Leute, die mit dem Herzen für diese Sache brennen", sagte der 62-Jährige.

Intern sei die beabsichtigte Vereinsauflösung schon bekannt gewesen, es hätte keinen Streit gegeben. Das bestätigt auch Vereins-Vize und Gründungsmitglied Tobias Meier. "Es lief alles harmonisch ab, es war einfach ein konsequenter Schritt, da sich doch bei vielen auch privat einiges geändert hat und dieses Ehrenamt in der Freizeit, auch mit der ganzen Vereinsbürokratie, so nicht mehr zu bewältigen ist", erklärte der 36-Jährige. Selbstkritisch sagte er, dass es in den zehn Jahren nicht geschafft wurde, die Basis der aktiven Mitglieder mit Neuzugängen zu erweitern: "Wir suchen bei niemandem die Schuld, auch nicht bei der Stadt. Im Gegenteil, gerade beim Literaturwettbewerb hat sie uns organisatorisch und finanziell zu Seite gestanden, das ist keine Selbstverständlichkeit." Die Stadtverwaltung Taucha als langjähriger Partner sei gestern über die Vereinsauflösung offiziell informiert worden. "Den Literaturwettbewerb und die Veranstaltungsreihe ,Leipzig liest in Taucha' wird es weiterhin geben", sagte Rüstau. Auch die Talk-Runden "Blaue Stunde Taucha" und die Nachtwächter-Touren mit dem Schlossverein enden nicht abrupt. Es stehen bereits einige neue Termine für weitere Veranstaltungen fest. "Aber die Tauchscher-Eröffnungsveranstaltung zum Stadtfest mit den Tauchaer Originalen schaffen wir nicht mehr. Wir haben schon länger mit unserer kleinen Basis am Limit gearbeitet", nannte Meier einen spürbaren Einschnitt. Zuvor sei bereits das einst große Kreativ-Kinderfest zurückgefahren worden. Andere Veranstaltungen wie der Literatur- und der Musikerstammtisch oder die Ausstellungen im Café Esprit führt dessen Mitbetreiber Rüstau in Eigenregie weiter.

Bei aller Wehmut über die bevorstehende Auflösung soll im April dennoch das zehnjährige Bestehen des KuKuTa gefeiert werden. "Wir hatten zehn schöne Jahre und einiges erreicht. Die Feier wird Jubiläum und Abschluss zugleich", sagte Meier.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.01.2014
Olaf Barth

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