Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Taucha Tauchas Schulabgänger empfangen ihre Zeugnisse
Region Taucha Tauchas Schulabgänger empfangen ihre Zeugnisse
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:00 20.06.2010
Die Jahrgangsbesten am Geschwister-Scholl-Gymnasium: Kim Hans-Jürgen (1,4) , Clemens Taube (1,5) , Simone Rademacher (1,0) (von links). Quelle: Karoline Maria Keybe
Anzeige
Taucha

In den Räumen des Ramada Hotels verabschiedete sich der Schulleiter der Mittelschule Frank Baumann von seinen 58 Mädchen und Jungen. Nach acht Jahren der Begleitung richtete Baumann seine letzten Worte an die Abgänger. Aber Sorgen mache er sich keine: Die meisten haben schon einen Lehrstelle oder werden weiterführende Schulen besuchen. „Im Allgemeinen sind ihre Vorstellung vom Leben ganz ordentlich“, meinte der Lehrer zufrieden. – Krankenschwester, Altenpfleger oder KFZ-Mechaniker stehen in Leipzig und Umgebung auf dem beruflichen Programm. Nur wenige werden den heimatlichen Boden verlassen, unter ihnen Julian Mönicke. Der Jahrgangsbeste (Notendurchschnitt: 1,76) wird nach Gera ziehen und dort sein Fachabitur machen. „Danach vielleicht studieren – mal sehen“, schmunzelte der 16-jährige Julian, adrett im Anzug gekleidet. Freitagabend wollten sie alle aber erst einmal feiern und weder über die Vergangenheit noch über die noch ungewisse Zukunft reden. Auch für Jenny Natalie Kamm zählte der Moment. „Ich werden sie alle ganz schön vermissen“ gab die junge Frau leise zu und zupfte an ihrem roten Kleid.

Und während sich die Schüler der Mittelschule in den frühen Morgenstunden nach Hause schleppten und von ihrem letzten gemeinsamen Abend träumten, fanden sich am Sonnabendvormittag schon erste Besucher in der Mehrzweckhalle ein. 49 junge Männer und Frauen des Geschwister-Scholl-Gymnasium nahmen hier feierlich ihre Abschlusszeugnisse entgegen. Traditionell kamen die Abiturienten in blauen Talaren gekleidet samt Kopfbedeckung. Die Lehrer trugen wie jedes Jahr das gleiche in gelb.

„Man lernt nie aus“ sagte Schulleiterin Kristina Danz vor ihren bald ehemaligen 49 Schützlingen. So seien nicht nur mathematische Formeln, chemische Verbindungen oder englische Vokabeln wichtige Dinge, die man während der Schulzeit gelehrt bekomme, sondern vielmehr den Umgang mit dem Umfeld und mit sich selbst. Für hervorragende Leistung wurde Simone Rademacher geehrt – mit einem Notendurchschnitt von 1,0 war sie die Beste ihrer Stufe. Stolz und ein wenig verunsichert stand die 18-Jährige auf der kleinen Tribune – alle Augenpaare auf sie gerichtet. Physik werde sie ab September in Leipzig studieren, verkündete Rademacher stolz. Besonders die letzten Monate in den Klassenzimmern waren sehr angespannt und wahnsinnig stressig gewesen, musste die junge Frau zugeben. Dieser Aussage schlossen sich auch ihre Klassenkameraden Kim Hans-Jürgen und Clemens Taube an. Geschafft haben es sie dennoch, und zwar als die drei besten des Jahrgangs.

Druck und Stress schien völlig vergessen, als blauen Hüte am Ende der Veranstaltung durch die Luft flogen und es in jeder Ecke schrie und jubelte. Stolze Eltern, Großeltern und Freunde umringten ihre Zöglinge. Das Klicken von Kameraauslösern und Rufe wie „Hierher gucken“ erfüllten den Hof vor der Halle. Die Gymnasiasten waren von Gefühlen überwältigt und auch die Worte „zum letzten Mal“ bekamen eine völlig neue Bedeutung. Aber nicht in diesem Augenblick. Feiern, lachen und vor allem zusammen sein – das stand, wie auch bei der Mittelschule einen Abend vorher, im Vordergrund.

Karoline Maria Keybe

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Am Sonnabend hat der Förderverein Schloss Taucha zu einer Vernissage unter dem schlichten und treffenden Titel „Malerei“ geladen. Zahlreiche Besucher waren gekommen, um sich einen Einblick in die Werke des Künstlers Peter Mai zu verschaffen.

20.06.2010

Enten schnattern, Frösche quaken, Libellen tanzen über das Wasser. Menschen sitzen auf Bänken, genießen die Stille und erfreuen sich am Anblick der Natur. Klingt nach Idylle an einem Biotop.

18.06.2010

„Wir müssen hier weg“, schrie Klaus-Dieter Münch und griff nach Gieselas Hand. Am 17. Juni 1953 rannten die damals 16-Jährigen in Richtung des Leipziger Wilhelm-Leuschner-Platzes.

18.06.2010
Anzeige