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Tauchas Schulweg heißt nur so – ist aber offiziell keiner

Plösitzer Kinder sollen andere Strecke nutzen Tauchas Schulweg heißt nur so – ist aber offiziell keiner

Seit Jahrzehnten nutzen Schulkinder aus Tauchas Ortsteil Plösitz per Rad oder zu Fuß die kürzeste Verbindung in die Kernstadt. Das ist der Schulweg. Dieser Pfad durch die Landschaft heißt sogar so, ist aber nicht der offizielle „Sichere Schulweg“.

Der viel von Kindern genutzte Schulweg beginnt in Plösitz, ist aber nicht die offiziell als „Sicherer Schulweg“ ausgewiesene Strecke.

Quelle: Olaf Barth

Taucha. LVZ-Leser Michael Pötzsch versteht die Behörden-Welt nicht mehr. Da gibt es in Plösitz einen namentlich gekennzeichneten Schulweg, doch offiziell sollen dort die Schulkinder gar nicht lang gehen, um nach Taucha zu gelangen. So hatte das der zuständige Fachbereichsleiter Jens Rühling im Tauchaer Rathaus auf LVZ-Anfrage mitgeteilt und statt dessen auf Kriekauer Straße und Auenweg verwiesen. Das verwundert Pötzsch: „Das Schild ,Schulweg‘ steht schon seit DDR-Zeiten. Meine Frau hat als Kind schon 1953 diesen Schulweg genutzt und später als Erzieherin im Hort. Noch heute wird der Weg von fast allen Plösitzer Kindern als Schulweg genutzt.“

Nach LVZ-Informationen bedeutet aber der Straßenname „Schulweg“ nicht automatisch, dass dieser Weg in den jährlich zum Schuljahresbeginn herausgegebenen Plan „Sichere Schulwege“ aufgenommen wird. Für die Plösitzer gelten offiziell die von Rühling genannten Straßen. Momentan müssen diese auch zwangsläufig genutzt werden, da der Schulweg wegen des Neubaus der Dammwegbrücke derzeit nicht durchgängig begehbar ist (die LVZ berichtete).

Unabhängig von der offiziellen Schulweg-Empfehlung hofft Pötzsch zudem, dass der Weg nach dem Brückenbau auf beiden Seiten ordentlich instandgesetzt und erneuert wird. „Hoffentlich nicht nur an den beiden Brückenenden oder nur auf der Seite bis zum Park, sondern auch bis Plösitz Kriekauer Straße. Insbesondere Radfahrer, auch Schulkinder, hatten hier schon zahlreiche Unfälle. Selbst meine Frau hatte es bei Regenwetter schon mal getroffen“, weist der Senior auf Gefahrenquellen auf diesem Weg hin.

Auf Nachfrage informierte die Stadtverwaltung, dass die provisorische Baustraße nach Ende der Bauarbeiten wieder weg kommt. „Die Zuwege zu der Brücke werden an beiden Seiten wieder so hergestellt wie vorher, wenn nicht sogar besser“, heißt es aus dem Rathaus. Am Ende der Baumaßnahme werde geschaut, was noch an finanziellen Mitteln für dieses Vorhaben verfügbar ist: „Falls noch etwas übrig ist, wird dies für die Verbesserungen der Zuwege genutzt.“

Von Olaf Barth

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