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Tauchas Spielmannszug erweitert sein Klangbild

Tauchas Spielmannszug erweitert sein Klangbild

Eine Stunde lang über Tauchas Geschichte reden? Das bereitet Heimatforscher Detlef Porzig sichtlich Mühe. Denn der Mit-Autor mehrerer Publikationen über Tauchas Historie könnte einen halben Tag und länger ununterbrochen Spannendes aus Tauchas Vergangenheit erzählen.

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Heimatforscher Detlef Porzig (Dritter von rechts) erzählt bei einem Stadtrundgang Mitgliedern des Spielmannszuges Interessantes aus Tauchas Geschichte.

Quelle: Olaf Barth

Taucha. Doch die Zeitvorgabe des Spielmannszuges, schränkte den 69-Jährigen auf die 60 Minuten ein. Der Spielmannszug feierte am Sonnabend seinen 90. Geburtstag. "Mit so einer Führung wollten wir gerade die jüngeren unserer 36 Miitglieder mit Tauchas Geschichte etwas vertrauter machen", sagte Vereinsschef Roland Schulze. Wie berichtet feierte der Spielmannszug dieses Jubiläum mal im kleineren Kreis, ohne große öffentliche Veranstaltung.

Trotz der engen Zeitvorgabe war der "historische Spaziergang" eine lehrreiche kleine Runde durch die im Jahr 1170 gegründete Stadt. "Ich fand es schon sehr interessant, so komprimiert einiges aus der langen Geschichte Tauchas an ganz konkreten Orten zu erfahren", sagte Eric Feierabend. Der 15-Jährige ist bereits seit zwölf Jahren im Spielmannszug. Vater Philippe Jähnichen hatte ihn schon zeitig mitgenommen, spielt selbst seit 46 Jahren in dem Tauchaer Ensemble. "Ich kenne Taucha seit 43 Jahren, der Rundgang war nicht nur für die junge Generation interessant, sondern auch für uns Ältere eine schöne Wissens-Auffrischung", sagte der 56-Jährige. Und er begründete auch, was ihn seit fast 50 Jahren im Spielmannszug hält: "Der Zusammenhalt, die Auftritte und das Zusammentreffen mit anderen Spielleuten ist jedes Mal aufs Neue schön."

Ein Zusammentreffen mit anderen Spielleuten sollte es dann auch am Abend geben. Als Überraschung hatte Schulze den Besuch der Schalmeienkapelle Großpösna arrangiert. Nur wenige wussten im Vorfeld, dass man an dem Tag doch nicht ganz unter sich bleiben würde. Begründet ist diese eher interne Feier in der Finanzlage des Vereins. Denn die Spielleute hatten sich neue, nicht ganz billige Instrumente geleistet, um die Klangfarbe ihres Ensembles zu erweitern. "Wir haben uns eine Marimba, eine Art Glockenspiel und ein Xylophon angeschafft. Bevor wir damit aber öffentlich auftreten, wird noch einige Zeit vergehen. Denn das Spielen auf dieses Instrumenten muss erst noch systematisch gelernt werden", erklärte Schulze. "Diese Instrumente klingen gut, das haben wir schon bei anderen Ensembles gehört.." Und gleichzeitig lädt er alle jungen und älteren Musikfreunde ein, den Spielmannszug zu verstärken. "Für Neueinsteiger, egal welchen Alters, gibt es die übungszeit jeden Mittwoch von 18 bis 19 Uhr in unserem Vereins-Quartier auf dem Tauchaer Schlossberg. Wer möchte, kann aber auch freitags von 18 bis 21 Uhr zu unseren Übungsstunden kommen", wirbt der 50-Jährige um neue Mitglieder. Wenigstens die 40 möchte er an der Mitgliederzahl bald erreicht sehen.

Wer sich den Tauchaer Spielmannszug in der Öffentlichkeit so wie jüngst bei der Eröffnung des Parthe-Bades anhören möchte, hat dazu im Juni drei Gelegenheiten: Am 1. Juni beim Festumzug in Naunhof, am 15. Juni zum turmfest in Hohenroda und am 22. Juni bei einem Platzkonzert im Hof des Rittergutsschlosses Taucha. Und natürlich werden die Spielleute bei Tauchschen wieder mit vertreten sein.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.05.2013

Olaf Barth

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