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Tauchas Stadträte bringen Bebauungspläne auf den Weg

Hinter Lidl entsteht neues Wohngebiet Tauchas Stadträte bringen Bebauungspläne auf den Weg

Tauchas Stadträte gaben in ihrer jüngsten Sitzung für mehrere Bebauungspläne grünes Licht. Da die Diskussionen dazu bereits vorab nichtöffentlich in Ausschusssitzungen laufen, blieb es der Bau-Fachbereichsleiterin Barbara Stein vorbehalten, in der öffentlichen Beratung die einzelnen Beschlüsse näher zu erläutern.

Die Ruine wird bald verschwinden, denn für diese Fläche hinter dem Lidl-Markt in Taucha gibt es einen Bebauungsplan.

Quelle: Olaf Barth

Taucha. Gleich zu mehreren Bebauungsplänen mussten Tauchas Stadträte in ihrer jüngsten Sitzung entsprechende Beschlüsse fassen. Da die Diskussionen dazu bereits vorab nichtöffentlich in Ausschusssitzungen laufen, blieb es der Bau-Fachbereichsleiterin Barbara Stein vorbehalten, in der öffentlichen Beratung die einzelnen Beschlüsse näher zu erläutern.

Der in der betroffenen Einwohnerschaft vorab wohl am meisten diskutierte Beschluss dürfte jener zum Bebauungsplan Nr. 29 „Allgemeines Wohngebiet Merkwitz an der Mühle“ sein. Alle anwesenden Stadträte stimmten der Billigung und öffentlichen Auslegung des überarbeiteten Entwurfs zu. So können sich Interessenten in der Zeit vom 11. November bis einschließlich 12. Dezember während der regulären Öffnungszeit im Rathaus mit dem Bebauungsplan vertraut machen. „Dieser B-Plan beschäftigt uns schon seit Jahren. Ausgangspunkt war die Absicht von BMW, mit dem Werk weiter an Merkwitz heranzurücken. Da dieses Vorhaben mit den nahen Wochenendgrundstücken nicht verträglich war, hatten wir uns entschlossen, dieses Areal als Wohngebiet auszuweisen“, schilderte Stein die Anfänge. Dass damit zugleich eine teilweise bereits weit über Wochen­end- und Erholungszwecke hinaus gehende Nutzung der Grundstücke im Sinne der Anwohner nachträglich quasi legalisiert wurde, spielte in Steins Ausführungen keine Rolle mehr. Sie gestand aber ein, dass es seit der Neu-Ausweisung mit der nötigen Erschließung des Wohngebietes einige Jahre nicht vorangegangen sei und diesbezüglich erst voriges Jahr Fahrt aufgenommen wurde. Nach diversen Disputen mit betroffenen Merkwitzern liegt nun ein Entwurf mit einer reduzierten Erschließungsplanung vor. So habe man von der ursprünglich geplanten Ringstraße wieder Abstand genommen. „Damit reduziert sich die Sache auf ein vertretbares wirtschaftliches Maß. Wir werden auf Grundlage dieser Planung demnächst die Kostenberechnungen nachschieben und dann zu einer Informationsveranstaltung in Merkwitz einladen“, sagte Stein.

Weitere Beschlüsse betrafen das großräumige Gebiet, welches sich angrenzend an die B 87 zwischen Otto-Schmidt- und Richard-Bogue-Straße befindet. Zum einen stand der Abwägungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 49 „An den alten Gärtnereien“ zur Abstimmung. Hier waren zahlreiche Anmerkungen aus dem Landratsamtes Nordsachsen eingegangen, die laut Stein in den B-Plan eingepflegt wurden. Die naturschutzrechtlichen Ausgleichs- und Entsiegelungsmaßnahmen würden sich aber nicht nachhaltig direkt vor Ort und in der Stadt umsetzen lassen. Dafür seien Maßnahmen unter anderem auf der Dewitzer Festwiese sowie Heckenanpflanzungen im Bereich Sehlis geplant.

Der zweite Abwägungsbeschluss für diesen Bereich betraf den Bebauungsplan Nr. 50 für das benachbarte „Wohn- und Mischgebiet ,Im Sonnengrund’“. Auch hier hatte die Stadtverwaltung auf einige Hinweise aus dem Landratsamt einzugehen und diese zu berücksichtigen. Da dieses Gebiet aber schon bebaut ist, entfällt laut Stein in diesem Fall als Besonderheit der sonst übliche Ausgleich für den Eingriff in die Natur.

Von Olaf Barth

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