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Tauchas Tagesmütter bekommen rückwirkend mehr Geld

Tauchas Tagesmütter bekommen rückwirkend mehr Geld

Mit einem geschlossenen Auftritt vor dem Tauchaer Stadtrat machten vier der fünf Tagesmütter in der Parthestadt auf ihr Problem aufmerksam. Denn als es zum abschließenden Tagesordnungspunkt "Bürgerfragestunde" kam, erhoben sich gemeinsam mit Fragestellerin Jana Fiedler auch ihre Kolleginnen Zezegmaa Mahr, Michaela Tanko und Katrin Merz von ihren Plätzen.

Taucha. "Wann bekommen wir für unsere Arbeit mehr Geld, so wie das vom Stadtrat schon beschlossen wurde?", wollten die Frauen wissen. Die Sprecherin machte darauf aufmerksam, das auch für die Tagesmütter die Kosten steigen und ab dem Jahr 2016 Weiterbildungen vom Jugendamt nicht mehr kostenlos zur Verfügung gestellt werden würden.

In der Tat hatte Tauchas Stadtrat beginnend zum 1.1. 2015 die Erhöhung der Vergütung pro betreutem Kind von 400 auf 425 Euro beschlossen. Bis jetzt allerdings hatten die Tagesmütter von dieser Erhöhung noch nichts gesehen. Bürgermeister Holger Schirmbeck lieferte die Begründung dafür: "Wir haben erst seit vorigem Mittwoch einen rechtsgültigen Haushaltsplan. Erst jetzt können die vertraglichen Vereinbarungen umgestellt werden, sie erhalten demnächst die Schreiben. Die Zahlungen werden rückwirkend zu Jahresbeginn geleistet, das was der Stadtrat beschlossen hat, wird auch umgesetzt." Unabhängig von dieser Nachricht, die von den Tagesmüttern mit Zufriedenheit aufgenommen wurde, sprachen sie den Stadträten zugleich eine Einladung aus. Sie sollten sich mal selbst bei einer der Mütter ein Bild von deren Arbeit machen. Laut Schirmbeck wird sich damit der Kultur- und Sozialausschuss befassen.

Das wird wahrscheinlich nach der Amtszeit des jetzigen Bürgermeisters passieren, denn die endet zum 31. Juli. Seinem letztes Wochenende gewählten Nachfolger, FDP-Stadtrat Tobias Meier, gratulierte Schirmbeck im Namen des Stadtrates mit einem Blumenstrauß zur Wahl. Den ersten Blumenstrauß hatte er allerdings Klaus-Dieter Münch (CDU) übergeben. Denn der 79-Jährige war unlängst in Dresden mit der Sächsischen Verfassungsmedaille ausgezeichnet worden (die LVZ berichtete). "Das ist die höchste Auszeichnung des Freistaates, dafür im Namen des Stadtrates herzlichen Glückwunsch", gratulierte Schirmbeck dem Senior. Dessen Rats-Kollegen klopften anerkennend auf den Tisch.

Ein ebensolches anerkennendes Tischklopfen wurde auch Tauchas Friedensrichterin Franziska Lerchner zuteil. Einmal im Jahr berichtet sie über ihre und die Arbeit ihres Stellvertreters Gerald Leichsenring. Demnach ist es im vorigen Jahr zu fünf Schlichtungsverhandlungen gekommen, vier davon verliefen erfolgreich. "Bei denen wurde mit den beteiligten Parteien die Problemlage bewältigt und eine einverständliche Lösung gefunden", erklärte Lerchner. Bei diesen Gesprächen würde niemand der Beteiligten "gewinnen" oder "verlieren". Und selbst wenn mitunter der Streit nicht dauerhaft und nachhaltig beigelegt werden könne, so habe es doch zumindest einen respektvollen Umgang miteinander gegeben. Neben den regulären Sprechstunden an jedem zweiten Dienstag im Monat wurden zusätzlich fünf extra vereinbarte Sprechstunden mit Ratsuchenden durchgeführt. Dazu gab es 40 telefonische oder persönliche Kontaktaufnahmen mit Bitten, bei der Konfliktbeilegung zu helfen.

Die Themen liegen wie so oft im nachbarschaftlichen Bereich. Laut Lerchner ging es beispielsweise um die Errichtung von Zäunen, das Einhalten von Grenzabständen für Bäume und Sträucher sowie um überhängende Äste. Auch Hundegebell, Tiergehege und Stallungen sorgten für Zwist. Erstmals hätten sich auch Ratsuchende "in schwierigen Lebenslagen" an die Schiedsstelle gewandt. "Da können wir als Friedensrichter nicht direkt helfen, haben aber die Kontaktaufnahme mit den entsprechenden Seelsorgeeinrichtungen vermittelt", berichtete Lerchner. Schirmbeck dankte den Friedensrichtern für deren "wichtige Arbeit für ein friedliches und gutes Zusammenleben in der Stadt".

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.06.2015
Olaf Barth

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