Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Taucha Tauchas Wälder reich an Pilzen
Region Taucha Tauchas Wälder reich an Pilzen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:43 08.10.2010
Anzeige
Taucha

Was Hoffmann allerdings in den letzten Wochen gesehen hat, erstaunt selbst einen erfahrenen Naturfreund wie ihn. „Die Wälder sind voller Pilze, alle Farben und Formen lassen sich finden“, sagt er begeistert.

Erst kürzlich war der 67-Jährige mit der Jugendgruppe Parthenfrösche auf Pilzsuche und freute sich über reiche Ernte. Hoffmann: „Das geht seit rund drei Wochen so. Der starke Augustregen, die darauffolgende Wärmezeit und die Niederschläge, die es erst kürzlich wieder gab, bilden eine hervorragende Kombination für das Pilzwachstum. Aus diesem Grund muss man meistens nicht einmal lange suchen.“

Wer jetzt Lust auf eine leckere Pilzmahlzeit bekommen hat, sollte also nicht lange zögern. Zur Zeit ist es ratsam, den Korb lieber eine Nummer größer zu wählen, damit gesammelte Pilze nicht noch zurückgelassen werden müssen.

Spannend ist die Suche momentan aber noch aus einem anderen Grund. Rund um Tauchas Wälder existiert ein sehr vielfältiger Pilzbestand. Über 15 verschiedene Arten entdeckte Bernd Hoffmann jüngst während der Wanderung mit seinen Parthefröschen. Darunter waren nicht nur bekannte Sorten wie Steinpilze, Champignons oder Morcheln, sondern auch farbenfrohe und zum Teil giftige Artgenossen wie der bleiweiße Trichterling, die gelben Schwefelköpfe oder der Grünspanträuschling. Aber auch besondere Formen wie die Holzkeule oder der Korallenpilz sind auffindbar.

Für höchste Gaumenfreuden sorgte aber vor allem der Klapperschwamm. Der genießbare Baumpilz ist eher selten anzutreffen und wird von vielen Sammlern meistens übersehen. Hoffmann: „Der Pilz wächst häufig an Baumstämmen von Eichen und wird daher von vielen Naturfreunden nicht wahrgenommen. Oftmals hat man den Waldboden im Blick und schaut nicht etwas weiter höher nach.“ Dabei kann sich der Blick durchaus lohnen. Der Klapperschwamm findet sich an schon beschädigten Bäumen, die teilweise sogar schon beginnen zu vermodern. „An diesen Stellen kann er sich wunderbar entwickeln. Der Baumpilz ist vor allem wegen seines ausgezeichneten Geschmacks sehr beliebt. Er hat eine sehr nussige Note“, sagt der 67-Jährige.

Da Pilze oft im so genannten Hexenring wachsen, sollten Sammler nach dem Fund eines Pilzes gründlich das nähere Umfeld im Blick behalten, rät der ehrenamtliche Mitarbeiter des ZV Parthenaue und ergänzt: „In unseren Breiten hat der Hexenring einen Durchmesser von zwei bis drei Meter.“

Wer sich beim Pilzesuchen nicht ganz genau mit den Sorten auskennt, sollte besser einen Pilzberater aufsuchen, rät Bernd Hoffmann und gibt für das bevorstehende Wochenende noch einen weiteren Tipp: „Egal ob im Plaußiger Wäldchen oder im Staditzwald, die Suche lohnt sich überall. Und wer sich nicht so für Pilze begeistern kann, findet in der Natur jetzt Eicheln und Kastanien. Mit Streichhölzern und etwas Kreativität lässt sich daraus etwas Schönes basteln.“

Frank Schütze

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Parksituation am Kino in der Karl-Große-Straße entschärft sich. Wie berichtet, hatte die Eigentümergemeinschaft um Axel Fischer, Inhaber der gleichnamigen Modehäuser, die Fläche an eine private Firma verpachtet.

05.10.2010

Die ersten Spendertafeln für die Kirchturmsanierung von Taucha sind fertig. Pfarrer Christian Gottfried Edelmann präsentiert gestern die ersten mit feinem Silberstift beschriebenen originalen Schieferdachschindeln des Kirchturms.

05.10.2010

Die Städtepartnerschaft von Taucha mit den französischen Gemeinden Chadrac/Espaly soll auch ohne Förderung durch die Europäische Union weiter entwickelt werden.

04.10.2010
Anzeige