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Tauchas Wälder reich an Pilzen

Tauchas Wälder reich an Pilzen

„Pilzsaison ist eigentlich immer“, sagt Bernd Hoffmann. Der 67-Jährige muss es wissen. Jahrelang war er Mitarbeiter im Zweckverband Parthenaue (ZV), kennt die Natur rings um Taucha wie seine Westentasche und engagiert sich auch nach seiner Pensionierung noch ehrenamtlich im ZV.

Taucha. Was Hoffmann allerdings in den letzten Wochen gesehen hat, erstaunt selbst einen erfahrenen Naturfreund wie ihn. „Die Wälder sind voller Pilze, alle Farben und Formen lassen sich finden“, sagt er begeistert.

Erst kürzlich war der 67-Jährige mit der Jugendgruppe Parthenfrösche auf Pilzsuche und freute sich über reiche Ernte. Hoffmann: „Das geht seit rund drei Wochen so. Der starke Augustregen, die darauffolgende Wärmezeit und die Niederschläge, die es erst kürzlich wieder gab, bilden eine hervorragende Kombination für das Pilzwachstum. Aus diesem Grund muss man meistens nicht einmal lange suchen.“

Wer jetzt Lust auf eine leckere Pilzmahlzeit bekommen hat, sollte also nicht lange zögern. Zur Zeit ist es ratsam, den Korb lieber eine Nummer größer zu wählen, damit gesammelte Pilze nicht noch zurückgelassen werden müssen.

Spannend ist die Suche momentan aber noch aus einem anderen Grund. Rund um Tauchas Wälder existiert ein sehr vielfältiger Pilzbestand. Über 15 verschiedene Arten entdeckte Bernd Hoffmann jüngst während der Wanderung mit seinen Parthefröschen. Darunter waren nicht nur bekannte Sorten wie Steinpilze, Champignons oder Morcheln, sondern auch farbenfrohe und zum Teil giftige Artgenossen wie der bleiweiße Trichterling, die gelben Schwefelköpfe oder der Grünspanträuschling. Aber auch besondere Formen wie die Holzkeule oder der Korallenpilz sind auffindbar.

Für höchste Gaumenfreuden sorgte aber vor allem der Klapperschwamm. Der genießbare Baumpilz ist eher selten anzutreffen und wird von vielen Sammlern meistens übersehen. Hoffmann: „Der Pilz wächst häufig an Baumstämmen von Eichen und wird daher von vielen Naturfreunden nicht wahrgenommen. Oftmals hat man den Waldboden im Blick und schaut nicht etwas weiter höher nach.“ Dabei kann sich der Blick durchaus lohnen. Der Klapperschwamm findet sich an schon beschädigten Bäumen, die teilweise sogar schon beginnen zu vermodern. „An diesen Stellen kann er sich wunderbar entwickeln. Der Baumpilz ist vor allem wegen seines ausgezeichneten Geschmacks sehr beliebt. Er hat eine sehr nussige Note“, sagt der 67-Jährige.

Da Pilze oft im so genannten Hexenring wachsen, sollten Sammler nach dem Fund eines Pilzes gründlich das nähere Umfeld im Blick behalten, rät der ehrenamtliche Mitarbeiter des ZV Parthenaue und ergänzt: „In unseren Breiten hat der Hexenring einen Durchmesser von zwei bis drei Meter.“

Wer sich beim Pilzesuchen nicht ganz genau mit den Sorten auskennt, sollte besser einen Pilzberater aufsuchen, rät Bernd Hoffmann und gibt für das bevorstehende Wochenende noch einen weiteren Tipp: „Egal ob im Plaußiger Wäldchen oder im Staditzwald, die Suche lohnt sich überall. Und wer sich nicht so für Pilze begeistern kann, findet in der Natur jetzt Eicheln und Kastanien. Mit Streichhölzern und etwas Kreativität lässt sich daraus etwas Schönes basteln.“

Frank Schütze

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Von Redakteur Frank Schütze

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