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Taucha Trockene Kehlen im Schloss Taucha
Region Taucha Trockene Kehlen im Schloss Taucha
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14:01 19.05.2015
Claudia Kittler (li.) und Beatrix Gerstenberger machen mit einer Hausmagd und einem Musketier aus dem 30-jährigen Krieg Bekanntschaft. Quelle: Reinhard Rädler

Schätzungsweise 80 Leute kamen, um alle zugänglichen Räume und Gewölbe, darunter die Kulturscheune, den Weinkeller und das wohl einzige deutsche Rittergutsmuseum zu inspizieren. Glücklicherweise fanden im Schloss-areal zwei Familienfeiern und in der Galerie eine Vernissage statt, deren Gäste das Angebot gleich nutzten.

Möglicherweise liegt ein Grund für das verhaltene Interesse darin, dass Taucha nicht, wie beispielsweise Schkeuditz, in die gemeinsame Museumsnacht Halle-Leipzig integriert war. Der Verbund hatte den Vorteil, dass die Eintrittskarten für die Museen gleichzeitig als Fahrkarten galten und zum Pendeln zwischen den beiden Großstädten einluden. "Wir sind in den Verhandlungen mit dem MDV und den LVB nicht vorangekommen, da Taucha eine anderes Tarifgebiet ist", erklärte Schlossvereinsvorsitzender Jürgen Ullrich. Für 2016 hoffe er, eine Einigung zu erzielen. Kritisch vermerkte Ullrich auch, dass sich das Stadtmuseum nicht beteiligt hat, zumal der Fundus nicht mehr im Schloss sei.

Beatrix Gerstenberger aus Dresden nutzte ihren Besuch in der Parthestadt, um gemeinsam mit Claudia Kittler aus Taucha, mit der sie hier zur Schule gegangen war, zu einer Besichtigung der historischen Gemäuer. Sie waren beide lange nicht auf dem Schlossberg, wie sie sagten, und zeigten sich beeindruckt, was aus dem Areal geworden ist.

Die Ankündigung, dass man Tipps zum Weinanbau bekommen kann, hatten Evelyn und Eckard Fritz aus Panitzsch zum Rittergut gelockt. Die Hobbywinzer tauschten sich mit Elke Kabelitz, die jüngst in der Ratssitzung den Ehrentitel "Winzer zu Schloss Taucha" verliehen bekam, über Rebsorten und deren Pflege aus. Gerne wollte das Ehepaar eine Flasche Schlossbergwein mit nach Hause nehmen, aber die Vorräte des Vereins waren zur Neige gegangen.

"Unsere Regale sind leer, wir hatten 2013 durch Schädlingsbefall keinen Ertrag", erklärte Kabelitz das Dilemma. Selbst aus der Schauvitrine des Rittergutsmuseums habe man die allerletzte Flasche des edlen Tropfens entnehmen müssen, um einen Spender zufrieden zu stellen. Nachschub sei erst im Herbst zu erwarten, wenn die Ernte 2014 vom Schlossverein gekürt worden ist.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.04.2015
Reinhard Rädler

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