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Taucha Trotz prekärer Haushaltslage Entgelte nicht erhöht
Region Taucha Trotz prekärer Haushaltslage Entgelte nicht erhöht
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21:00 09.04.2010
Nutzungsgebühr festgelegt: Modern im historischen Ambiente präsentiert sich das Bürgerhaus auf dem Schloss. Quelle: Jörg ter Vehn
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Taucha

Im Vorfeld sei diskutiert worden, den Wettkampfsport für Jugendmannschaften ganz kostenfrei zu stellen, erläuterte Elke Müller vom Hauptamt im Stadtrat diese Woche. Weil aber wegen dieser Kosten die Stadt den Vereinen für jeden nicht volljährigen Sportler einen Zuschuss von 20 Euro pro Jahr zahlt, habe der Verwaltungsausschuss sich gegen eine Änderung ausgesprochen. Insgesamt würden ohnehin nur 25 bis 30 Prozent der tatsächlichen Betriebskosten auf die Nutzer der Einrichtungen umgelegt, daran habe sich auch bei der neuen Satzung nichts geändert.Neu geregelt wurde, dass neben Vereinen und Verbänden aus der Stadt nun auch Bürgerinitiativen und Interessengemeinschaften in den Genuss des verbilligten Tarifs (Gruppe A) bei der Nutzung der Räume kommen. Voraussetzung ist laut Satzung allerdings, dass mehr als die Hälfte ihrer Mitglieder Bürger der Stadt Taucha sind. Sonst wird bei ihnen die selbe Tarif angewendet wie bei ortsfremden Vereinen (Gruppe B). Darüberhinaus können auch kommerzielle Nutzer Räume mieten (Gruppe C).So kosten zum Beispiel alle drei Felder der Mehrzweckhalle zusammen pro Stunde 10 Euro (Gruppe A), gewerbliche Nutzer zahlen jedoch 50 Euro. Zu mieten ist auch der Ratssaal pro Stunde zwischen acht Euro (Gruppe A) bis 40 Euro (Gruppe C). Neu aufgenommen wurde das Bürgerhaus, das inclusive der Küche und einer kleinen Toilettenanlage pro Tag für 40 Euro (Gruppe A) oder 200 Euro (Gruppe C ) zu haben ist. Die Hofmitbenutzung, die auf Drängen der CDU präzisiert wurde, kostet zwischen 3 und 15 Euro pro Tag. Bei Großveranstaltungen gebe es Einzelfallentscheidungen, kündigte Müller an.Die Satzung wurde einstimmig angenommen. Thomas Kreyßig (SPD) war froh: „Trotz prekärer Haushaltslage haben wir die Entgelte nicht erhöht. Wir geben uns die größte Mühe, soziale Errungenschaften nicht anzutasten.“ Geholfen wurde auch den TSG-Volleyballern, die unlängst um 22 Uhr ohne Dusche die Mehrzweckhalle räumen mussten. Eine Viertelstunde zum Umziehen wird allen nun eingeräumt, aber Punkt 22.15 Uhr abgeschlossen.

Jörg ter Vehn

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