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Taucha "Überfällig": Parthepreis für Detlef Porzig
Region Taucha "Überfällig": Parthepreis für Detlef Porzig
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21:00 24.03.2011
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Taucha

Seit Jahren sei Porzig so aktiv. „Es ist also längst überfällig, das Du diesen Preis mal bekommst, lieber Detlef“, sagte Pilz. Der schwere Bronzeguss mit der wohl geformten Frau Parthe soll bei Porzigs nun einen Ehrenplatz neben den Andenken an die Vorfahren der Familie bekommen.

Die Ehrung, die im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Heimatverein, in dem Porzig Mitglied ist, vorige Woche schon vorgenommen wurde, sei eine echte Überraschung gewesen, erklärte Porzig gestern. „Niemand hat vorher was verraten“, schmunzelte er.

Das dürfte das Schwierigste im Vorfeld gewesen sein. Denn Porzig, Tauchaer Urgestein, ist tief und fest in der Stadt verwurzelt und bekannt wie kaum ein Zweiter. Inzwischen Rentner, war der Diplom-Chemiker neun Jahre lang Dezernent unter anderem für Kultur, Soziales und Schulen im Rathaus, danach bis 2004 Amtsleiter im gleichen Bereich. Er sitzt für die CDU im Stadtrat, ist Geschäftsführer der TSG 1861 Taucha, dort auch Hauptkassierer, Übungsleiter „und bei Bedarf Schiedsrichter“, erklärt der Volleyballer schmunzelnd.

Nicht genug, war Porzig 17 Jahre ehrenamtlicher Richter am Arbeitsgericht, unterstützt die AG „Sagenhaftes Taucha“, nimmt Gäste mit auf seinen geführten Wanderungen durch die Stadt und ihr Umland, schrieb mit Helmut Köhler zwei Bände über Spaziergänge und Radpartien durch Taucha, alleine ein Buch über Straßennamen in Taucha und deren Bedeutung.

Seit etwa fünf Jahren sitzt er an der Chronik der Stadt Taucha von den Anfängen der ersten Besiedlung etwa 8000 vor Christus bis 1918. „Das Rohmanuskript ist fertig. Im Moment vergleiche ich meine Daten mit Sekundärquellen wie alten Kirchenbüchern“, erklärte er. Ende nächsten Jahres solle die Chronik herauskommen. Einen Fortsetzung bis in die heutige Zeit würde er gerne erstellen, aber wegen des riesigen Aufwandes nicht mehr alleine. Ach ja, bei den Philatelisten mischt Porzig auch noch mit, schreibt an der Postgeschichte der Stadt. „Verbunden ist das mit dem Aufbau einer Sammlung von Briefmarken und Postdokumenten der Stadt“, sagt er. Ob er noch freie Zeit habe? Da müsse man seine Frau fragen, die könne davon erzählen.

Besonders stolz sei er auf das gut funktionierende Schulsystem der Stadt, an dessen Aufbau er beteiligt war. „Wo gibt es das, dass eine Stadt unserer Größe zwei Schulneubauten hat?“, fragt er. Die Kitas, die Mehrzweckhalle, das Parthebad, das Heimatmuseum – an allem sei er beteiligt gewesen.

Gerade bei letzterem klemmt nach wie vor die Säge: Conny Schumanns Fördermaßnahme, über die sie im Heimatmuseum beschäftigt war, ist ausgelaufen, ihre Zukunft ungewiss. „Ich werde mich nochmal für sie einsetzen“, versprach Porzig.

Jörg ter Vehn

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