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Taucha Überraschung im Untergrund verzögert Bau in Windmühlenstraße
Region Taucha Überraschung im Untergrund verzögert Bau in Windmühlenstraße
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00:00 01.09.2010
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Taucha

„Fakt ist, dass seit dem Abtrag des alten Belages vor vier Wochen hier nichts mehr passiert“, macht Anwohner Jan Schiffner seinem Ärger Luft. „Man fährt täglich durch eine Landschaft voller Dreck und Schlamm“, sagt er. „So stellt man sich Straßen in Afghanistan vor, aber doch nicht hier“, schimpft er. Auch Briefträger, Essenausfahrer und Zeitungszusteller beklagen den „unmöglichen Zustand“.

Thomas Süß von der ausführenden Firma kann den Ärger verstehen. „Dieser Zustand ist für die Anlieger nicht mehr lange tragbar“, räumt er ein. Problem sei jedoch, dass die Planungen für diesen Straßenbau nicht mit den vorgefundenen Gegebenheiten übereinstimmten. „Als wir das Pflaster aufgenommen haben, war der Untergrund weder in der Höhe noch in der Beschaffenheit so, wie es in der Ausschreibung stand“, sagt er. Die Tragschicht sei nicht wie angenommen 20 Zentimeter sondern im Mittel nur fünf bis zehn Zentimeter stark gewesen, die darunter befindliche Packlage entsprechend höher angetroffen worden. „Der Untergrund war anders, als bei den beiden Schürfen, die wir extra genommen haben“, sagt auch Bauamtsleiterin Barbara Stein. „Es war nicht zu vermuten, dass der Aufbau der an sich homogenen Straße variiert.“

Geplant war, etwa zehn Zentimeter der Tragschicht zu entfernen und darauf die neue Deckschicht aufzubringen – ein Plan, der mangels Masse nun nicht mehr aufgehen kann. Zugleich sind der Stadt jedoch wegen der Fördermittel-Vorschriften die Hände gebunden – denn von Grund auf neu ausbauen darf sie die Straße auch nicht.

Die Stadt habe sofort nach Bekanntwerden der Probleme einen Baustopp verhängt, erzählt Süß. Seitdem sei der Untergrund untersucht, begutachtet und umgeplant worden. Vorige Woche seien Varianten vorgestellt worden, bis gestern sollte entschieden werden, erzählt er.

Von seiner Seite aus könne es am Donnerstag weitergehen, wenn die Stadt die zusätzlichen Leistungen bestellt. Er schlage vor, die Packlage auszubauen, tiefer auszuschachten, die Lage wieder einzubauen und dann wie geplant die neue Tragschicht aufzusetzen. So könne die gewünschte Aufbauhöhe der Straße eingehalten werden. Insgesamt werde sich die Fertigstellung voraussichtlich auf Anfang/Mitte Oktober verzögern, sagt Süß.

Stein beteuert, der Baustopp habe nur wenige Tage gegolten. Aber dann habe auch der Regen die Arbeiten verzögert. Montag habe der Verwaltungsausschuss grünes Licht gegeben, mit dem Bau fortzufahren.

Jörg ter Vehn

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