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Taucha „Unser Markt ist mittendrin“
Region Taucha „Unser Markt ist mittendrin“
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10:00 05.12.2011
Nach der Theateraufführung von „Dornröschen“ gibt es für die kleinen Zuschauer Goldtaler und Gummibärchen, überreicht von der Königin höchstselbst. Quelle: Karoline Maria Keybe
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Merkwitz

Neben dem Gutshaus Am Park brannte und knisterte ein kleines Feuerchen, weihnachtliche Tannenbaumdekoration und der bekannte Glühweinduft luden zum Bleiben ein.

Bereits zum achten Mal kamen Groß und Klein aus allen Richtungen angereist. Dafür gäbe es viele Gründe, wusste auch Roland Wagner, Vorsitzender der IG Merkwitz: „Unser Weihnachtsmarkt ist klein, niedlich und irgendwie mittendrin.“ Selbstgebackener Kuchen, Nüsse und Rosinen, Bratwürste und Tee seien weitere Gründe nach Merkwitz zu reisen, aber nicht für die Kinder. Die kommen immer aus genau zwei Gründen: wegen der Märchenaufführung und dem Besuch des Weihnachtsmanns.

Der Titel des Theaterstücks blieb bis zuletzt ein wohlgehütetes Geheimnis. So standen Mädchen und Jungen am Nachmittag neugierig vor der liebevoll mit zahlreichen Accessoires, Tüchern und Teppichen dekorierten Bühne. Pünktlich zu Spielbeginn wurde der Regen zwar stärker und die Hände immer kälter, aber die in der ersten Reihen Platzierten blieben tapfer. Schnell errieten sie, dass es sich beim dem diesjährigen Stück um Dornröschen handelte. Alle Besucher lauschten gebannt der Erzählerin und beobachteten wie König, Königin und Prinzessin in den hundertjährigen Schlaf fielen. Sogar „das Lieblingsschaf der Prinzessin“, ein großes aus Wolle und Holz geformtes Schaf, fiel schlummernd um. Gerettet vom Prinzen, der die Königstochter wach küsste, und den Fluch des Hofstaates auflöste, endete das Märchen unter tosendem Beifall.

Wagner erklärte stolz, dass sich die IG Merkwitz dieses Jahr in Unkosten gestürzt habe, um ihre Technik auszubessern. Und so konnten allen Schauspieler Mikrophone tragen und waren auch in den letzten Reihen gut zu verstehen.

Aber den Kindern war klar, da fehlte noch etwas: der Weihnachtsmann. Jedes Jahr aufs Neue kommt der Weißbärtige auf einem anderen Gefährt angerauscht. Dieses Mal überraschte er den Nachwuchs in einem nagelneuen roten Feuerwehrauto. Ein ohrenbetäubendes „Tatütata“ dröhnte über den Hof. Große Kinderaugen verfolgten die rote Benzinkutsche. „Ist das der Weihnachtsmann?“, fragte ein kleines Mädchen.

Der echte Weihnachtsmann ist es natürlich nicht, aber fast. Unter der roten Kapuze und dem langen, weißen Bart versteckte sich Wagner. Gemeinsam mit zwei Helfern verteilte der IG-Vorsitzende zahlreiche Geschenke aus sechs großen Tüten. „So viele Geschenke hatten wir noch nie“, gab er später zu. Kinder, deren Eltern vorher eine kleine Gabe bei der IG Merkwitz abgegeben hatten, bekamen ein, zwei oder gleich drei Kleinigkeiten vom Weihnachtsmann überreicht. Und während die Großen noch bis spät in die Nacht Glühwein oder Grog schlürften, erfreuten sich die Kleinen an ihren Präsenten.

Karoline Maria Keybe

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