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Taucha Unterhaltsamer Talk rund um Fußball
Region Taucha Unterhaltsamer Talk rund um Fußball
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14:12 19.05.2015
Das Journalisten-Trio Guido Schäfer, Olaf Barth und Peter Escher (von links) hat auch in der Talk-Pause seinen Spaß. Quelle: Reinhard Rädler

Denn Olaf Barth (53) war selbst mal leidenschaftlicher Fußballer in Kreis- und Stadtklasse, und Chefreporter Guido Schäfer (50) kickte vor seiner Journalisten-Laufbahn für Mainz 05 in der zweiten Bundesliga. Bei beiden schlägt das Herz für die Fußballer von RB Leipzig und für das runde Leder sowieso. Die Gäste im gut besetzten Kulturcafé hatten wohl auch kein anderes Thema erwartet. Es wurden unterhaltsame zwei Stunden, in denen Barth erstmals in die Rolle eines Talk-Show-Moderators geschlüpft war. Auf jede Frage erhielt er meist zwei, drei Antworten vom nicht nur mit lockerer Feder schreibenden, sondern mindestens genauso blumen- und pointenreich antwortenden Kultreporter.

Schäfer schreibt seit 15 Jahren für die LVZ und macht aus seinem Faible für den ostdeutschen Fußball keinen Hehl. Er erwies sich als intimer Kenner der Leipziger Fußballszene und bekannte freimütig: "Ich bin im Herzen grün-weiß, liebe blau-gelb und RB steigt in die erste Bundesliga auf." Ganz Profi, der er ist, übte er zwar Kritik am "grauenvollen Spiel von RB gegen Aue", hielt sich aber mit Interna aus RB-Kreisen respektvoll zurück. Er schätze Trainer Alexander Zorniger als Typ und in seiner Art sehr, aber ob er schließlich noch einmal der Aufstiegstrainer sein wird, war eher als Frage denn als Gewissheit formuliert. Die Ahnung trog nicht, wenige Stunden später gab RB die Beurlaubung des Trainers bekannt.

Für Lacher sorgte Schäfer mit Geschichten aus seinen Anfängen als Journalist für ein Mainzer Blatt und von den Begegnungen mit Trainer-Idol Otto Rehagel. "König Otto" hatte Reporter-Spund Schäfer, als der ihm nach einem Spiel von Werder Bremen mit einem Notizbuch für ein Interview nachlief, nur ein Autogramm in das Heft geschrieben. Seine eigene Fußballprofi-Karriere bezeichnete Schäfer als Nulldiät, denn er sei mit null, damals noch D-Mark, gestartet und habe mit null D-Mark sein Profi-Dasein beendet. Zumal Siegprämien höchst selten gezahlt werden mussten. Ob sein legendärer brauner Mantel, den er für tausend englische Pfund erstanden haben will, zur finanziellen Negativ-Bilanz beigetragen hat, war an diesem Abend nicht zu erfahren.

Auch Peter Escher, bekanntes TV-Gesicht im MDR, war gekommen. Er ist sonst weniger beim Fußball, sondern eher bei Spielen der HCL-Handballerinnen zu finden. Seinem Freund Schäfer stellte er die Frage, ob der mit seinem saloppen Schreibstil immer bei Lesern und Kollegen gut ankommt. Er könne mittlerweile mit Kritik ganz gut umgehen, sagte Schäfer lachend, denn "wenn man etwas liebt und gerne macht, dann wird man auch damit fertig."

Über sein Buch-Projekt denkt Schäfer immer noch nach, sagte er. Aber außer, dass er wisse, wie viele Seiten es haben und was es kosten soll, sei sein Manuskript-Papier im Gegensatz zu ihm noch ein unbeschriebenes Blatt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.02.2015
Reinhard Rädler

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