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Taucha Unterricht in der Manege
Region Taucha Unterricht in der Manege
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21:00 02.05.2011
Projekt Zirkus: Die Schüler lernen ein Kunststück und führen es auf. Am Montag war der erste Tag, bei dem die Artisten des Zirkus die Darbietungen zeigten und eine Vorauswahl bei den Schülern vornahmen. Quelle: Jörg ter Vehn
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Taucha

„Viele Eltern sind hinterher erstaunt, hätten das eine oder andere Kunststück ihren Kindern nie zugetraut“, plauderte Marko Sperlich aus seinem Erfahrungsschatz. Davon hat er reichlich: Seit 2005 reist der „1. Ostdeutsche Projektcircus“ seines Bruders Andre Sperlich durch die Lande, besucht jede Woche eine andere Schule, bändigt bis zu 450 Schüler – und macht aus ihnen kleine Dompteure, Artisten und Clowns.

Insgesamt elf verschiedene Darbietungen werden einstudiert. „Schon bei der Vorbereitung können sich die Kinder aussuchen, ob sie lieber etwas mit Tieren machen, zaubern oder sportlich werden wollen“, erklärt Peter Gutzeit vom Elternrat der Schule, der das Großvorhaben mit vorbereitete und auch beim Zeltaufbau am Sonntag half. Am ersten Tag würden die Kinder dann nach einem Programm der Profis und einer Vorauswahl den Gruppen zugeteilt.

Helfen den Kindern dabei, Zirkusluft zu schnuppern: Clown Marie, Trainer Marko Sperlich und Tigerpython Kurt. Quelle: Jörg ter Vehn

„Ich habe zum Beispiel am Trapez schon gestaunt über das Können einiger Kinder“, erzählte Trainer Sperlich. „Körperspannung, Haltung – alles stimmte. Sind die Kinder in einem Verein für Bodenturnen oder so etwas Ähnliches?“, fragte er Schulleiterin Christa Kühn. Die schmunzelte, berichtete von verschiedenen Vereinen und von älteren Geschwistern, die mit dem Zirkus schon Erfahrung hatten. Da bleibe einiges hängen. „Wir versuchen, alle vier Jahren den Zirkus zu uns zu holen“, sagte Kühn. Es sei aber mit viel Organisation, Aufwand und Geld verbunden, leider habe sich dieses Mal auch kein Sponsor gefunden. Sechs Euro pro Kind würden so für die Woche fällig, die Eltern müssten zudem zwei Karten für einen Vorstellung abnehmen, „also 24 Euro insgesamt“, rechnete Kühn vor.

Dass sie dafür etwas geboten bekommen, ist sich Sperlich sicher. Heute und morgen wird den gesamten Vormittag geprobt, kriegen alle 251 Regenbogenkinder ihre Rolle im Zirkus zugeteilt und erarbeiten sich mit den Trainern ihre Darbietungen.

„Wir wollen dabei nicht nur helfen, einen Kindheitstraum zu verwirklichen – einmal im Zirkus aufzutreten“, sagte Sperlich. Er sieht die Zirkuswoche auch als fächerübergreifenden Unterricht. Motorische Fertigkeiten würden erlernt, Werte wie Disziplin und Verantwortung geschult. „Die Kinder lernen in Gruppenarbeit, die ganz praktisch geprobt wird“, so Sperlich. Nicht zuletzt werde Selbstvertrauen aufgebaut. „Und es ist erstaunlich, was die Kinder schon nach wenigen Tagen vorführen können“, so Gutzeit.

Vorführungen sind Donnerstag und Freitag, je 17 Uhr, Sonnabend um 10 und 14 Uhr. Die Manege befindet sich hinter der Kita St. Moritz in der Max-Liebermann-Straße. 

Jörg ter Vehn

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