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Taucha Unterricht mit Faust, Graffiti, Sütterlin und Laufsteg
Region Taucha Unterricht mit Faust, Graffiti, Sütterlin und Laufsteg
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21:00 26.01.2010
Marie, Jenny, Lisa-Marie und Vanessa (von links) beim Würfelspiel Animalgame, mit dem spielerisch Englisch gelernt werden kann. Quelle: Jörg ter Vehn
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Taucha

Beim Tag der offenen Tür am Sonnabend werden erste Ergebnisse gezeigt. Laute Bässe dröhnen aus dem Klassenzimmer. Aber innen wird trotzdem gelernt. „Jump Style“ erklärt Schulleiter Frank Baumann. Große Schüler bringen kleineren den derzeit angesagten Tanzstil bei, der eher an Akrobatik als an das früher übliche Eins-Zwei-Drei aus Tanzschulen erinnert.Ein paar Zimmer entfernt arbeiten Clara, Celine, Pia, Laura und Heidi an ihrer eigenen Modelinie. Zunächst holen sie sich Ideen aus Zeitungen und Zeitschriften, wollen danach etwas entwerfen und bis zum großen Schulfest im Herbst ihre Kreationen auch selbst geschneidert haben. „Morgen wollen wir schon mal etwas auf dem Laufsteg üben“, sagt Anja Kilian, die mit ihrer Kollegin Kerstin Stelzer die Modenschau leitet. Jedes Kind solle etwas aus dem eigenen Kleiderschrank mitbringen und vorführen.Bei Baumann selbst wird Geschichte greifbar. Alte Lichtbilder, die er teils von seinen Schulleiter-Vorgängern geerbt, teils selbst zusammengetragen hat, sollen zu einem unterhaltsamen Vortrag über die Geschichte Tauchas und des Mittelschulgebäudes gesichtet, geordnet, bewertet und mit kurzen Texten versehen werden. „Sonst macht mir Geschichte keinen Spaß, aber so schon“, sagt Natalie.Marie, Jenny, Lisa-Marie und Vanessa haben derweil bei Englisch-Lehrern Andrea Gewlik ein Würfelspiel gebastelt, Marc und Max gar gelernt, ihren Namen in Sütterlin zu schreiben. Die heute kaum noch bekannte Schrift war bis etwa 1940 an den Schulen üblich. „Wir wollen eine historische Unterrichtsstunde abhalten“, erklärt Lehrerin Silke Schulz. Teil des Stücks, das von der Schülergruppe selbst verfasst wird, sei natürlich, dass auch geschrieben wird wie früher. „Meinen Vornamen kann ich schon“, sagt Marc stolz und zeigt auf die Schiefertafel. Lehrerin Schulz hat für den Unterricht à la anno dunnemals sogar alte Schulbänke aufgetrieben. „Im Museum Eilenburg“, sagen sie und Baumann dankbar.Viel haben sich Schüler und Lehrer vorgenommen: Ein Schulmodell aus Holz entsteht zusammen mit Lehrlingen des Berufsförderungswerkes Bau Sachsen, Graffiti-Wände werden das altehrwürdige Gemäuer zieren, selbst eine Faust-Aufführung ist zum Schulfest im Herbst geplant. „Beim Tag der offenen Tür am Sonnabend wollen wir erste Ergebnisse unserer Arbeit zeigen“, sagt Baumann. Von 10 bis 13 Uhr stehen die Räume und Fachkabinette der Schule offen, die Lehrer auch zu Gesprächen bereit.

Jörg ter Vehn

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