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Taucha Veränderungen beim Literaturpreis von Taucha gefordert
Region Taucha Veränderungen beim Literaturpreis von Taucha gefordert
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21:00 02.12.2009
Preisträger: Der Tauchaer Jürgen Dermietzel belegte den dritten Platz in der Kategorie "Schönstes Gedicht", der Leipziger Uwe Stöß siegte in der Kategorie "Schönste Kurzgeschichte" und verwies den Münchener Frank Malkusch auf Platz zwei (von links). Quelle: Daniel Große
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Taucha

Bislang hatten die prämierten Werke immer ihren Weg ins Jahrbuch des Tauchaer Verlegers Dieter Nadolski gefunden. Doch der lehnt das in diesem Jahr ab – „die Qualität ist nicht gut genug“, so der Tauchaer gestern. Er suche noch nach einer geeigneten Form der Veröffentlichung der Werke, wie sie auch die Ausschreibung des Preises verspricht.Nadolski fungiert neben der Stadt Taucha und dem Kunst- und Kulturverein Taucha (KuKuTa) als Mitherausgeber des Preises. Als solcher hofft er nun auf Veränderungen: „Wir brauchen nicht mehr Quantität, sondern Qualität“, so der Verleger. „Am Ende müssen die Gewinner stolz sein, einmal zu den Preisträgern in Taucha gehört zu haben.“ In diesem Jahr waren 232 Werke eingereicht worden, aus allen Bundesländern und dem nahen Ausland. Nadolski schlägt als erstes ein Startgeld vor, um die Einsendungen auf ernst Gemeinte zu reduzieren. Dann müsse die Jury um Experten erweitert werden. Eine Vorjury könne sich die Masse der Werke ansehen, die dann der Fachjury zur Entscheidung vorgelegt werden.Auch Bürgermeister Holger Schirmbeck, von Amts wegen in der Jury, setzt auf Veränderungen bei dem Preis. Es bringe nichts, wenn die Preisträger von weit herkommen und dann zur Verleihung nicht erscheinen könnten, so der Bürgermeister. Außerdem habe die Zahl der Einsendungen die Kapazitäten der Jury gesprengt. Schirmbeck steht einer territorialen Eingrenzung etwa auf Mitteldeutschland nicht abneigend gegenüber.Tobias Meier und Hans-Jürgen Rüstau vom Kunst- und Kulturverein sehen die Probleme. „Die Qualität des Wettbewerbs ist aber gar nicht so schlecht“, schlägt Rüstau eine Bresche für die Hobby-Autoren. „Von vornherein sollte der Wettbewerb nicht für die Profischreiber sein“, so der KuKuTa-Vorsitzende. Ein Geheimrezept für die Veränderungen hat er nicht, „aber eine territoriale Eingrenzung bringt bestimmt nicht eine höhere Qualität“, findet er. Ein Startgeld lehnen er und Meier ab. „Wir möchten den Wettbewerb nicht eingrenzen. Was ist mit denen, die schreiben können, aber kein Geld haben?“, fragt Meier.Rüstau schlägt stattdessen einen Extra-Preis für Kinder vor, will mehr auf die Schulen zugehen, die Themen sorgfältiger auswählen und setzt auf mehr Miteinander beim Preis. „Wir möchten mit den Preisträgern zum Beispiel persönlich ins Gespräch kommen und diskutieren“, sagt er. Beim diesjährigen Preis verschwanden die Sieger meist schnell wieder.Am 15. Dezember soll beim abendlichen Kulturstammtisch im Café esprit über Veränderungen beim Literaturpreis diskutiert werden. Jörg ter Vehn

Jörg ter Vehn

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