Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Taucha Verband: Lösung im Wasserbüffel-Streit in Sicht
Region Taucha Verband: Lösung im Wasserbüffel-Streit in Sicht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:00 11.06.2010
In ihrem Element: Weichhans Wasserbüffel auf der Feuchtwiese. Schon bald sollen neue Pächter mit Galloway-Rindern die „Wiesenpflege“ übernehmen. Quelle: Jörg ter Vehn
Anzeige
Taucha

Geschäftsführer Andreas Gumbrecht sagte gestern, er gehe davon aus, dass bei einem Treffen in der vorigen Woche mit Landwirt Holger Weichhan der Durchbruch erzielt wurde. „Wir haben aber gegenseitig Stillschweigen über die Details vereinbart“, so Gumbrecht.

Er sei aber jetzt „voller Hoffnung“, dass es gelinge, „gemeinsam die Kurve zu kriegen“. Es sei eine für beide Seite tragfähige Lösung in den nächsten vierzehn Tagen in Sicht.

Am Mittwochabend waren die Wasserbüffel auch Thema der Stadtratssitzung. Renate Lindemeyer (SPD) berichtete vom neuen Verein Parthelandwiesen, der auf der Feuchtwiese die Tierhaltung übernehmen wolle, „in Vorleistung“ gegangen sei und wissen wolle, wie es nun weitergeht. „Da sind zum Beispiel Tiere bestellt worden, die nun auf Abholung warten“, erläuterte sie. Wie berichtet, hatte der zuständige Ausschuss schon grünes Licht für das neue Beweidungskonzept mit Galloway-Rindern gegeben. Eigentlich war deren Einsatz schon ab April vorgesehen. Mit dem bisherigen Pächter gibt es jedoch Streit über die Kündigung. Stadt und Verband sehen nach nicht eingehaltenen Forderungen an Weichhan – der unter anderem einen massiven Holzzaun zu den Wegen hin und einen Unterstand bauen sollte – das Vertrauensverhältnis erschüttert. Weichhan wiederum sieht die kostspieligen Forderungen für unnötig an und teils auch nicht erfüllbar. So habe er es schriftlich von der Stadt, gar nichts auf den Feuchtwiesen bauen zu dürfen, hatte er erklärt. Weichhan hatte sich Unterstützung vom Landesbauernverband und der Berufsgenossenschaft geholt.

Schirmbeck erklärte auf der Stadtratssitzung erneut, dass die Stadt Weichhans Widerspruch-Gründe als unerheblich erachte. Es sei auch eine Ersatzvornahme zur Umsetzung der Kündigung geprüft worden – also ein Wegnehmen der Wasserbüffel von Amts wegen. „Das ist aber nicht durchführbar“, so Schirmbeck. Die Tiere seien „nicht ordnungsgemäß geimpft“, dürften daher in keinen anderen Bestand gegeben werden. Das sei auch mit dem Veterinäramt des Kreises so abgestimmt, erläuterte Schirmbeck.

„Bevor das Problem nicht gelöst ist, können wir als Stadt keine neuen Pachtverträge mit dem Parthelandverein unterschreiben“, führte er weiter aus. Gumbrecht erklärte, dem Verein könnten eigentlich noch keine großen Kosten entstanden sein.

Jörg ter Vehn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Kunst ist wieder auf den Kleinen Schöppenteich gezogen. Besser: gezogen worden. Bernd Rossa und Norman Inn von der Firma Bauverfugung schleppten gestern Nachmittag mit einem kleinen Boot das von vielen schon vermisste Kunstwerk wieder auf den Teich und befestigten es dort.

11.06.2010

Auf Grundstückseigentümer, die nicht an die öffentliche Kanalisation angeschlossen sind, kommen in den nächsten Jahren Mehrbelastungen zu. Sie müssen ihre vorhandene Kleinkläranlage laut EU-Recht zu einer biologischen umrüsten lassen oder eine komplett neue Anlage errichten.

10.06.2010

Gegen Mittag empfing er noch Chief Donald Holman von der Freiwilligen Feuerwehr aus Manassas nahe Washington, der wegen der Feuerwehrmesse in Leipzig zur Zeit bei Kameraden der Tauchaer Feuerwehr untergekommen ist.

10.06.2010
Anzeige