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Taucha Verein wieder für Kinder interessant
Region Taucha Verein wieder für Kinder interessant
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10:37 20.06.2011
Es hat fast den Anschein, als habe der Modellflugverein sein Nachwuchsproblem gelöst. Zum Schnupperfliegen am letzten Wochenende kamen jede Menge Kinder. Neben Flugzeugmodellen hob auch ein Quadrokopter ab. Quelle: Benjamin Böhme
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Taucha

Böiger Wind kommt auf. Das bedeutet: Absolutes Start- und Landeverbot für Miniaturflugzeuge.

Und das, obwohl der Chef des Tauchaer Modellflugvereins, Horst Voigt, das große Schnupperfliegen angekündigt hat. Besonders Kinder und Jugendliche sollen damit auf das Hobby aufmerksam gemacht werden. Die Veranstaltung gehört zum Aktionsplan der Vereinigung, wieder junge Mitglieder zu gewinnen. Seit Jahren leidet der Klub an Nachwuchsmangel. Der Altersdurchschnitt der Mitglieder liegt bei 52 Jahren (LVZ berichtete).

Doch dann kommt der Moment, den Horst Voigt nicht glauben kann. Über den holprigen Schotterweg rumpeln einige Fahrräder. Mütter, Väter, Kinder. Sie kommen trotz Regens, um Modelle fliegen zu lassen. Ganz vorn radelt Jonas Stiemer. Der elfjährige Blondschopf aus Plösitz will später Pilot werden, am besten bei einem großen Passagierflugzeug. Für den Anfang genügt ihm auch erst einmal der blinkende und piepende Quadrokopter, den Horst Voigt im Gepäck hat. So groß wie ein Aktenordner, manövriert es mit vier Rotoren und jeder Menge Computerchips an Bord. Damit der Pilot des fliegenden Technikspielzeugs weiß, wo vorn und wo hinten ist, trägt das Modell an einer Spitze einen bunten Federball – zur Orientierung.

„Ich bin sehr glücklich“, sagt Voigt. Seine Idee, Interessierte zwanglos einzuladen, sei aufgegangen. Eine Wiederholung der Veranstaltung sei angedacht. Es werde nicht die letzte Aktion gewesen sein, bei der man die Modellflieger auf dem Schwarzen Berg besuchen kann. Nur eine kontinuierliche Nachwuchsarbeit führt letztendlich zum Erfolg, sagt Voigt.

Und plötzlich hört auch das monotone Getrommel der Regentropfen auf. Der Wind hat nachgelassen. Die Wolken hängen zwar immer noch dick und grau in der Luft, dennoch kann Voigt Startfreigabe erteilen. Jonas Stiemer steht mit seinem orangefarbenen Pullover auf der matschigen Wiese. In der Hand die Fernbedienung. Ein Knopfdruck und er hebt ab, der Quadrokopter. Jonas grinst, sein Bruder Julius staunt. Und Mutter Heike lächelt. Ob er mal ein Flieger wird? „Das weiß nur die Zukunft“, sagt sie und freut sich, dass der Sohnemann sich freut.Benjamin Böhme

Benjamin Böhme

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