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Taucha Verein will Schlossturm-Reste suchen
Region Taucha Verein will Schlossturm-Reste suchen
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15:31 19.05.2015

"Wir waren selbst total erstaunt", sagte Vereinschef Jürgen Ullrich nicht ohne Stolz. Die "Tätigkeits- und Erfolgsübersicht", wie sie vom Verein genannt wird, behandelt die letzten vier vergangenen Jahre und sorgt auch bei Außenstehenden für anerkennendes Heben der Augenbrauen. So haben sich die Besucherzahlen von etwa 4500 im Jahr 2009 auf 15 680 Besucher im letzten Jahr gesteigert. Mehr als 40 600 Gäste haben das Schlossareal innerhalb der vier Jahre insgesamt besucht.

Beachtlicher ist, dass der Förderverein insgesamt etwa 33 000 Euro in Bau- und Sanierungsarbeiten investiert und 12 640 Stunden Eigenleistung erbracht hat. Das ergebe eine Gesamtinvestitionssumme in das Rittergutsschloss von rund 140 000 Euro. "Das Geld kommt hauptsächlich aus Spenden und von den Mitgliedbeiträgen", informierte Ullrich.

Rund 80 Mitglieder hat der im Jahr 2000 gegründete Verein heute. "Eine Einzelmitgliedschaft kostet 50 Euro, Familien bezahlen 70 Euro im Jahr. Bei Firmen-Mitgliedern - das Modehaus Fischer ist zum Beispiel dabei - werden 500 Euro fällig", klärte der 61-jährige Vereinschef auf. Da das Areal der Stadt gehört, wünschte sich Ullrich, dass für weitere Sanierung auch von dieser Seite eine großere Summe kommt.

25 Groß- sowie 14 Kleinveranstaltungen und 19 Kunstausstellungen organisierte der Verein in ehrenamtlicher ­Tätigkeit. Das mittelalterliche Hochzeitszeremoniell - inzwischen weit über die Grenzen Tauchas bekannt - wurde 86 Mal zelebriert. Die Außenwirkung des Vereins zeige sich auch in über 100 Vermietungen von Kulturscheune und Weinkeller, in derzeit mehr als 21 800 Besuchern der Internetseite und in über 130 Presseberichten.

In der Zukunft will der Verein die Geschichtsprojekte mit der Oberschule fortführen: "Dabei soll das Rittergut ab 1945 beleuchtet und mit Augenzeugen geredet werden", verriet Ullrich. Auch will sich der Verein auf die Suche nach den Fundamenten des nicht mehr existenten Schloss­turmes begeben. "Wenn wir etwas finden, dann soll der Turm nicht wieder aufgebaut, sondern ein archäologisches Schaufenster angelegt werden", sagte der Vereinschef.

Zu einem der drei nordsächsischen Kulturzentren soll das Schloss weiter ausgebaut werden. Dafür gibt es vom Schlossvereinsmitglied und nordsächsischen Landrat Michael Czupalla (CDU) auch Ideen, meinte Ullrich.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.10.2013

Roland Heinrich

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