Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Taucha Verkehrsübergreifende Lärmuntersuchung für B87n gefordert
Region Taucha Verkehrsübergreifende Lärmuntersuchung für B87n gefordert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:34 01.10.2009
Anzeige

Jurk ist für Verkehr zuständig.

„Von der B87n werden nach der Fertigstellung durch die verkehrliche Nutzung teilweise erhebliche Lärmemissionen ausgehen“, heißt es in dem Brief an Jurk, den auch der nordsächsische Bundestagskandidat Jens Kabisch (SPD) unterschrieb. „Dabei ist im Leipziger Raum zu erwarten, dass diese Emissionen auf Lärm von anderen Lärmquellen treffen: beispielsweise vom Flugverkehr, vom Eisenbahnverkehr oder von anderen Bundesfernstraßen“, so die beiden.

Verkehrsträgerübergreifende Lärmuntersuchungen seien daher zwingend erforderlich, aber nach ihren Informationen bislang nicht vorgesehen. „Das ist für uns wegen der zu erwartenden kumulativen Lärmemissionen in den derzeit untersuchten Korridoren nicht hinnehmbar“, erklären die Sozialdemokraten und fordern diese Untersuchungen durchzuführen. Fornahl: „Der Schutz der Menschen ist uns mindestens genauso wichtig wie der Naturschutz.“

Der Bundestagsabgeordnete reagierte mit seiner Forderung auf Anfragen der Bürgerinitiative im Leipziger Norden. Die von Fluglärm und Autobahn-Emissionen betroffenen Anwohner befürchten wegen der B87n noch mehr Lärm und forderten vorige Woche bei einer Informationsveranstaltung der Stadt Taucha, die Bundesfernstraße weiter nördlich an die alte S4 zu verlegen.

Der Bundestagsabgeordnete und Direktkandidat Manfred Kolbe (CDU) sprach sich erneut für eine schnelle Realisierung einer „naturschonenden und umweltverträglichen“ Trasse aus. Der Trassenverlauf durch die Parthenaue begegne da „erheblichen Bedenken“ und müsse im Raumordnungsverfahren mit anderen Alternativen sorgfältig abgewogen werden.

Stefan Barton von der Landesdirektion Leipzig bestätigte gestern, dass die geforderten kumulativen Lärmuntersuchungen für die B87n nicht vorgesehen seien. Das liege nicht im Ermessen der Behörde, so der Sprecher, „das schreibt der Gesetzgeber vor“. Im Rahmen der Umweltverträglichkeit werde aber der bestehende Lärm aufgenommen. Anders liege der Fall bei Gefahr für Leib und Leben, sagte Barton. Dann könnten die Lärmquellen kumulativ berücksichtigt werden.

Jörg ter Vehn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Taucha.

Die Bundestagswahlen mobilisieren: Bedeutend mehr Interesse an der Briefwahl als an den vergangenen Kommunal- und Landtagswahlen verzeichnet derzeit Tauchas Wahlleiter Albrecht Walther.

01.10.2009

Taucha.

Das Jugendparlament von Taucha trifft sich heute Abend um 18 Uhr. In der ersten Etage der Mehrzweckhalle in der Geschwister-Scholl-Straße soll es unter anderem darum gehen, die Neuwahlen des Parlamentes vorzubereiten.

01.10.2009

Die Kirchgemeinde Panitzsch hat sich für ihr Erntedank- und Gemeindefest am Sonntag etwas einfallen lassen. Nach dem Gottesdienst ab 11 Uhr, bei dem die Kirchmäuse unter Leitung von Annette Cotta und Rosmarie Lohse auftreten, geht es in den Kirchgarten zu Bratwurst und Kaffee – und einem Clown.

01.10.2009
Anzeige