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Taucha Versöhnliches Ende auch für den Wolf
Region Taucha Versöhnliches Ende auch für den Wolf
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08:00 05.12.2016
Der Jäger lässt den bösen Wolf von den Holzfällern in den Zoo abtransportieren. Quelle: Reinhard Rädler
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Taucha

Die Merkwitzer verstehen es, nicht nur große Feste, wie im Juni „750 Jahre Ersterwähnung“, zu feiern, auch kleinere Anlässe, wie der alljährliche Weihnachtsmarkt, sind für die Dorfgemeinschaft ein guter Grund sich bei Glühwein, Bratwurst, Kaffee sowie selbst gebackenem Kuchen zu treffen. Es war mittlerweile der 14. Weihnachtsmarkt, zu dem die rührige Interessengemeinschaft (IG) Merkwitz am vergangenen Samstag auf den ehemaligen Rittergutshof eingeladen hatte. Den musikalischen Auftakt gab es mit weihnachtlicher Musik vom Posaunenchor der evangelischen Kirchgemeinde Hohenheida.

Doch nicht allein der Appetit nach Süßem oder Deftigem war es, der die Einwohner und ihre Gäste aus Nah und Fern in den Tauchaer Ortsteil lockte, auch das beliebte Weihnachtsmärchen steht mittlerweile ganz oben auf ihrer Wunschliste. Doch Merkwitz wäre nicht Merkwitz, wenn „So viel Heimlichkeit in der Weihnachtszeit“ nur für Geschenke gelten würde. Vielmehr zählte die Antwort, welches Märchen die Theatergruppe der IG in ihrer nunmehr neunten Ausgabe aufführen wird, zu den bestgehüteten Geheimnissen.

„Wie jedes Jahr legen wir schon im Oktober fest, was wir spielen werden“, berichtete Regisseurin Corinna Preiß. Am Ende habe man sich auf „Rotkäppchen“ geeinigt. Sechs Rollen mit den bekanntesten Märchenfiguren wurden schließlich besetzt, dazu waren in dichterischer Freiheit der Regisseurin noch zwei Holzfäller und ein Zootierpfleger hinzugekommen..

Märchenerzählerin Elke Stück las in der von der Technik-Crew liebevoll hingezauberten Theaterkulisse aus der Geschichte vor, während sich Rotkäppchen mit einem Häschen auf den Weg durch den Wald zur Großmutter machte. Da sie trotz guten Rates der Mutter vom geraden Wege abwich, kam es schließlich dazu, dass der Wolf ungestört die Großmutter und auch das Rotkäppchen fressen konnte. Die beiden konnten aber mit Hilfe des Jägers wieder ans Tageslicht geholt werden, aber der Wolf verendete nicht, wie im Grimm’schen Original, elend mit Steinen im Bauch sondern wurde unter dem Beifall des Publikums von den Holzfällern in den Zoo getragen.

Das Märchen war kaum vorbei, da riefen die Kinder und die Märchendarsteller im Chor nach dem Weihnachtsmann. Der kam dann auch mit zwei Handwagen voller Geschenken und verteilte kleinere und größere Päckchen mit launigen Bemerkungen, die stark an die Stimme von IG-Chef Roland Wagner erinnerten. Als einige Kinder keinen Text für ein Weihnachtsgedicht wussten, drohte er ihnen: „Dann stelle ich euch eben ein paar Rechenaufgaben“. Das löste dann doch einige Zungen. Ein schöner Abschluss eines liebevoll organisierten und unterhaltsamen Nachmittages.

Von Reinhard Rädler

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