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Verwahrlostes Haus "begrüßt" in Taucha Bahnreisende

Verwahrlostes Haus "begrüßt" in Taucha Bahnreisende

Am Tauchaer Bahnhof, dem künftigen überregionalen Umsteigepunkt mit bereits fertiggestellter neuer Bus-Station, sind es sogar zwei Ruinen. Eine steht gleich neben der Pension gegenüber den Taxi-Parkplätzen. Die andere, noch viel auffälligere, "z

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Reisende, die die Bahnhofsstation in Taucha verlassen, blicken als erstes gleich auf diesen dominanten Schandfleck an der Ecke zur Südstraße.

Quelle: Olaf Barth

Taucha. Am Tauchaer Bahnhof, dem künftigen überregionalen Umsteigepunkt mit bereits fertiggestellter neuer Bus-Station, sind es sogar zwei Ruinen. Eine steht gleich neben der Pension gegenüber den Taxi-Parkplätzen. Die andere, noch viel auffälligere, "ziert" als Schandfleck die Ecke Bahnhof-/Südstraße. Der Putz an dem früheren Hotel bröckelt, die Fensterscheiben sind eingeworfen, Unrat liegt auf dem Grundstück und wildwachsende Bäume bahnen sich ihren Weg in Richtung Dach. Alles andere also, als ein Werbeträger für die Parthestadt.

Dennoch hatte das Gebäude vor einigen Jahren schon weit über die Stadtgrenzen hinaus für öffentliche Aufmerksamkeit gesorgt. Allerdings auch eher aus traurigem Anlass. Fernsehleute suchten ein geeignetes Objekt in einer Wohngegend, um dort eine heftige Explosion zu drehen. Die fand dann genau in diesem Haus statt, wo ja sowieso nichts mehr kaputt gehen kann.

Hinzu kommt, dass hier seit Wochen schon ein umgestürzter Bauzaun auf dem Fußweg liegt. Dieser versperrt sogar den Eingang zu einer Telefonzelle. Der Zaun soll eigentlich das Gebäude vor unbefugtem Zutritt sichern, doch wie Anwohner erzählen, trieben sich in der Vergangenheit dennoch öfter Personen, meist Kinder und Jugendliche, in dem leeren Haus herum. Da sich niemand findet, der den Zaun wieder aufrichtet, hat die Stadtverwaltung Taucha den betroffenen Teil des Fußweges kurzerhand gesperrt. Wie schon zuletzt am Café Sitz in der Leipziger Straße muss der Eigentümer für Ordnung sorgen.

"Das Haus ist wirklich kein Aushängeschild für die Stadt und ein Ärgernis. Der mehr oder weniger bekannte Eigentümer hat sich seit Jahren nicht mehr darum gekümmert. Das ist auch für die Nachbarschaft eine unbefriedigende Situation. Doch solange von dem Objekt für den öffentlichen Raum keine Gefahr ausgeht, kann ein Behörde nichts machen", erklärte Tauchas Bürgermeister Holger Schirmbeck (SPD) auf LVZ-Anfrage. Er verwies bezüglich von Sicherungsmaßnahmen auf die baurechtliche Zuständigkeit des Landratsamtes Nordsachsen. Das hätte in der Vergangenheit bereits wegen herunterfallender Dachziegel und wegen einer Taubenplage sogenannte Ersatzvornahmen veranlasst. Die dabei entstehenden Kosten müssen dann im Nachhinein vom Eigentümer wieder eingetrieben werden.

Dem Landratsamt Nordsachsen ist das Problem mit dem Gebäude bekannt. Wie der zuständige Amtsleiter Holger Trauzettel mitteilte, war er nach Absprache mit dem Ordnungsamt Taucha davon ausgegangen, dass der Bauzaun wieder steht und der Fußweg nicht mehr eingeschränkt ist. Doch das war bis gestern noch nicht der Fall. Laut Trauzettel war zudem der Kontakt zum Eigentümer nach der Ersatzvornahme abgebrochen. "Das ändert jedoch nichts an den Pflichten des Eigentümers. Wenn es erforderlich ist, werden wir ihn erneut in die Pflicht nehmen. Ein verwahrloster Bauzustand ist aber nicht ausreichend, um ein bauaufsichtliches Einschreiten zu begründen", sieht auch er wie schon Schirmbeck keine rechtliche Handhabe, hier etwas grundsätzlich zu ändern.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.02.2015
Olaf Barth

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