Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Taucha Vier Jahr Kampf um Sonnenschutz für Kita St. Moritz
Region Taucha Vier Jahr Kampf um Sonnenschutz für Kita St. Moritz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:00 25.06.2011
Machen mit bei der Aktion Pro Sonnenschutz: Hannah, Fynn, Sarah, Trine und Leon (v.l). Quelle: Jörg ter Vehn
Anzeige
Taucha

Die Diakonie Leipzig als Betreiber des Hauses hat jetzt Verbesserungen angekündigt.

Wenn Elternratsmitglied Jan Waschke von der Kita erzählt, dann mit Stolz und Trauer: Er lobt Haus und Erzieher-Team, aber tadelt den ständigen Führungswechsel und die Hinhaltetaktik der Diakonie. Gleich an den ersten heißen Tagen nach der Eröffnung im April 2008 sei festgestellt worden, dass es in den Außenanlagen kaum auszuhalten sei. Der Garten öffne sich gen Süden, und die hellen Wände reflektierten die Hitze. Natürlich könne niemand bei einem Neubau große Schatten spendende Bäume erwarten, sagt Waschke, aber das Manko sei von vornherein sichtbar gewesen. Mit kleinen Sonnensegeln sei notdürftig Abhilfe geschaffen worden, „trotzdem gehen die Kinder der Krippe nicht raus, wenn im Sommer die Sonne richtig knallt“, weiß er.

Bei fast jeder Elternversammlung sei das Problem Sonnenschutz angesprochen worden, wiederholt habe es Gespräche mit der Kita-Leitung gegeben, versprochen worden sei immer mal wieder etwas von Markisen bis zu netzbespannten Pergolen – passiert sei aber nichts. Anfang Juni platzte dem Elternrat nach fast vier Jahren Kampf nun der Kragen, er schickte einen offenen Brief an die Zuständigen.

Das sind im Falle von St. Moritz viele: Denn das Haus gehört der Grundbesitz- und Verwertungsgesellschaft mbh (GBV), einer städtischen Firma. Die Stadt selber wiederum mietet von ihr das Objekt, übergibt es der Diakonie Leipzig als Betreiber. Es gehe um Kompetenzgerangel, erklärt Waschke das Problem aus seiner Sicht. „Die haben sich beim fehlenden Sonnenschutz immer alle gegenseitig die Schuld zugeschoben. Keiner will zahlen, aber das sagt natürlich niemand.“

GBV-Chef Achim Teichmann bedauert die Lage. Aber für den Sonnenschutz in den Außenanlagen sei nunmal der Betreiber verantwortlich, bekräftigt er seine Sicht. Im Übrigen werde er sich im Aufsichtsrat aber dafür einsetzen, dass sich die GBV als Hausbesitzer an den Kosten beteilige, „aber ohne es zu müssen“, sagt er.

Maria Dösinger-v.Wolffersdorff, zuständige Fachbereichsleiterin bei der Diakonie Leipzig, sieht die Hauptursache in der von vornherein nicht berücksichtigten Beschattung. Es habe in den vergangenen Jahren wohl „Kommunikationsschwierigkeiten“ gegeben, aber jetzt sei entschieden, die Außenanlagen in drei Bauabschnitten herzurichten, sagte sie. Als erster Schritt werde die Diakonie in den nächsten drei Wochen große Sonnenschirme im Garten fest einbetonieren lassen.

Pfarrer Gottfried Edelmann bot an, sich als Moderator in den Streit einzubringen. Er hatte sich bislang herausgehalten, weil er die benachbarte Diakonie Leipzig-Land leitet.

Jörg ter Vehn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Eine rätselhafte, übelriechende Flüssigkeit auf dem Merkwitzer Bach hielt die Feuerwehr am Donnerstag auf Trab. Gegen 8.30 Uhr waren Gestank und der schwarz-braune, nach Öl und Teer stinkende Film auf dem Wasser hinter den Häusern Am Ring gemeldet worden.

24.06.2011

Die Erde als Ansammlung von Alltäglichem, ein Auge aus Dutzenden anderer Augen, ein Schiller mit Pralinenfüllung: Unter den Abschlussarbeiten von Zehntklässlern des Geschwister-Scholl-Gymnasiums befinden sich kleine Kunstschätze.

24.06.2011

Das hatten die wenigsten Besucher der 29. „Tauchaer Blauen Stunde“ des Kunst- und Kulturvereins erwartet, dass sich der musikalische Reigen des Talkgastes Gotte Gottschalk von Eric Clapton über Ostrock-Klassiker bis zum Gefangenenchor aus Verdis Nabucco spannte.

23.06.2011
Anzeige