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Vier von damals noch bei Tauchaer Musikanten aktiv

Vier von damals noch bei Tauchaer Musikanten aktiv

Fast hätten die Tauchaer Musikanten es vergessen: Einer ihrer Vorgänger, das Pionierblasorchester Taucha, wurde vor 50 Jahren gegründet.Was das damalige Pionierblasorchester mit den Tauchaer Musikanten zu tun hat? Joachim Geyer schmunzelt: „Vier der damaligen jungen Musiker sind heute noch aktiv - bei den Tauchaer Musikanten.

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Von 1961 stammt diese Aufnahme des Pionierblasorchesters Taucha, damals eines der besten der Republik. Vier der jungen Herren machen heute noch Musik - bei den Tauchaer Musikanten.

Taucha. . Mit und durch Musik bleibt man fit." Geyer muss es wissen: Er ist einer von ihnen, fing 1960 bei den Pionieren an. „Erst noch mit dem Tenorhorn", erzählt er, seit inzwischen 25 Jahren spiele er aber Schlagzeug.

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Ein bisschen gealtert, aber noch dabei: Vier der Pioniere sind heute noch bei den Tauchaer Musikanten unter Dirigent Michael Helminger (vorn), hier ein Bild von 2008.

Quelle:

Erfahrene Musiker hätten damals beim Aufbau des jungen Klangkörpers mitgemacht. Willi Helm habe sie als Leiter und Musikpädagoge „mit väterlicher Strenge, Liebe und Güte" in relativ kurzer Zeit zu jungen Musikern gemacht. Zur Seite gestanden hätten ihm die Musiker des MTS-Blasorchesters Taucha, die schon einige Jahre Erfahrung gesammelt hatten.

Dieses Orchester entstand 1953. Da der „Urkern" des damaligen MTS-Orchesters noch heute bei den Tauchaer Musikanten verankert ist, sei 2003 gemeinsam das 50-jährige Bestehen schon gefeiert worden, erinnert sich Geyer. Dank und Anerkennung gälten Gründungsmitglied „Max" Burkert, bürgerlich eigentlich Wolfgang mit Vornamen. Von ihm stamme der Ausspruch „Max komm wie‘s will", schmunzelt Geyer. Unvergessen sei für ihn auch Mitstreiter „Siggi" Schubert, plaudert Geyer. „Org.-Büro" schließlich hätten sie Kurt Regel genannt. „Er und Maxe Burkert haben es immer sehr gut verstanden, unsere Fahrten und Auftritte bestens zu organisieren", erzählt er. So habe es die feinsten Süßkirschen auf der Fahrt zum Tanz- und Volksmusikfest in Rudolstadt gegeben, die leckersten Bücklinge auf der Insel Poel. Gern erinnere er sich auch an die Blasmusikfeste in Taucha und Meißen, erzählt Geyer. Damals sei wirklich was los gewesen.

Nach entsprechenden Ausscheiden sei das Pionierorchester Taucha zum besten in der DDR aufgestiegen, berichtet er. „So verwundert es eben gar nicht mehr, wenn wir auch bei der Fernsehsendung ‚Herzklopfen kostenlos‘ mit Heinz dem Quermann dabei waren oder wenn sogar ein Film namens ‚Achtung Probe‘ über uns gedreht wurde," ist er noch heute stolz.

Absoluter Höhepunkt der damaligen Auftritte sei das Mitwirken des jungen Orchesters im Rahmen der Feierlichkeiten zum Internationalen Kindertag am 1. Juni 1961 in Schloss Niederschönhausen, der damaligen Residenz von Walter Ulbricht, in Berlin gewesen, meint Geyer. „Prompt konnten wir uns anschließend noch in der ‚Aktuellen Kamera‘ sehen." Historisch sehr bemerkenswert und für die Musiker als ‚Halbstarke‘ sehr prägend sei gewesen, dass es damals noch keine Mauer in Berlin gegeben habe.

Etwas verschnupft sind die Tauchaer Musikanten über den Tauchschen in diesem Jahr. Obwohl sie in den Vorjahren immer die Musik zum Frühschoppen am Sonntag übernommen hätten, würden sie in diesem Jahr gar nicht im Programm stehen, sagt Geyer. Fest-Organisator Bernd Hochmuth bedauerte das gestern, versprach nach einer Lösung zu suchen.

Jörg ter Vehn

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