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Taucha Vietnamesische Buddhisten treffen sich zum Kongress in Taucha
Region Taucha Vietnamesische Buddhisten treffen sich zum Kongress in Taucha
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09:02 24.07.2018
Ehe die Buddhisten zum gemeinsamen Meditieren auf ihren Sitzkissen Platz nehmen, ziehen sie singend durch die zum Gebetsraum umgestaltete Sporthalle. Quelle: Foto: Olaf Barth
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Taucha

Im Rahmen dieser Zusammenkunft, die zum sechsten Mal in der Mehrzweckhalle in der Geschwister-Scholl-Straße stattfindet, meditieren, beten und singen Frauen und Männer gemeinsam zu Ehren Buddhas. Vereinzelt sind auch Kinder zu sehen, die wie die Erwachsenen braune Umhänge und weiße Füßlinge tragen. Mit dieser einheitlichen Bekleidung sollen unterschiedliche soziale Herkünfte oder berufliche Positionen in den Hintergrund treten. Es zählt allein die gemeinsame Konzentration auf die Lehren Buddhas.

Gmeinsam beten und meditieren

Einer der Organisatoren dieses Kongresses ist der Deutsch-Vietnamese Quang Vinh Dao, der seit vielen Jahren mit seiner Familie in Taucha lebt. „Jeder, den es interessiert, ist herzlich eingeladen, zwischen 9 und 18.30 Uhr als Zuschauer an unserem Treffen teilzunehmen, die Halle ist für Gäste immer offen“, sagte Dao auf LVZ-Anfrage. Zu dem Kongress angereist sind Vietnamesen aus ganz Deutschland sowie aus ihrer asiatischen Heimat. Aber auch aus fast 20 weiteren Ländern Europas und Nordamerikas kommen inzwischen Vietnamesen zum Kongress. Auch ein Australier ist wieder mit dabei. „Viele schlafen in der Halle. Einige haben aber auch Plätze in Tauchaer Pensionen gebucht“, so Dao.

In dem zum Gebetsraum umfunktionierten Hallen-Drittel wandeln Frauen und Männer in sich versunken, begleitet von einem den Takt vorgebenden zarten Glöckchenklang und stets das gleiche Mantra singend. Fast eine Stunde dauert der Umzug zwischen den in Reih und Glied ausgelegten Sitzkissen, ehe das Glöckchen immer schneller schlägt, der Gesang dem Takt folgt und dann nach einer Verbeugung vor den Buddha-Statuen alle Platz nehmen dürfen.

Warten auf die Tempelbauer

Quang Vinh Dao ist nicht nur wegen des Kongresses ein gefragter Gesprächspartner. Auch auf den in der Bahnhofstraße geplanten Tempel wird er angesprochen. Die in Vietnam hergestellten hölzernen Bauteile liegen ja nun schon lange bereit. Wer fehlt, sind noch die vietnamesischen Spezialisten, die diesen Tempel als einzige auch in traditioneller Art aufbauen können. Zuletzt fehlte es an der Arbeitserlaubnis.

„Mit Hilfe des deutschen Botschafters in Hanoi wurden die Probleme gelöst. Jetzt müssen für die Behörden noch einige Unterlagen zusammengestellt werden. Es sieht positiv aus“, erklärt Dao. Er sei optimistisch, dass die Arbeiter bald nach Deutschland reisen dürfen und dann noch in der warmen Jahreszeit den Tempel errichten können: „Wenn sie erst einmal da sind, dann geht alles ganz schnell.“

Von Olaf Barth

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