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Taucha Visite mit "Professor Simoni"
Region Taucha Visite mit "Professor Simoni"
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14:39 25.02.2011
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Taucha

So verriet Astrid Bellmann nicht nur, dass sie einst in Dahlen auf einem W 50 ihren LKW-Führerschein machte, sondern dass sie eine Fußballübertragung in der „Champions League“ vorzieht, während sich zeitgleich Ehemann Bellmann „In aller Freundschaft“ anschaut. Dabei ist er selbst Fan der Leipziger Fußballszene und hofft, dass RB Leipzig in fünf Jahren 1. Bundesliga spielt

Der in Dohna bei Pirna geborene Bellmann war nach dem Studium unter anderem 30 Jahre am Schauspielhaus in Leipzig und arbeitete als Theater- und Filmregisseur. „Die Abenteuer des Werner Holt“ waren sein erster Film, etliche „Polizeiruf“-Krimis folgten. Seit 1998 leitet er als Professor Gernot Simoni die Sachsenklinik in der ARD-Serie „In aller Freundschaft“. Praktische Tipps dafür holte er sich im St. Georg. Mit medizinischen Ausdrücken tut er sich aber schwer, sagte er. Und: „Die Serie ist ein Glücksfall und die Rolle möchte ich nicht missen. Aber nach über 500 Folgen vor Fernsehkameras hat man als Theatermann Sehnsucht nach Kontakt zum Publikum“. So tourt er mit Ehefrau Astrid oder solo durchs Land. Spontan überraschte er Gastgeber Jürgen Rüstau: „Mit dem neuen Kishon-Programm kommen wir ins Café. Ich mag die gemütliche Atmosphäre“. Sein größter Wunsch: „Einen richtigen Kommissar spielen, am liebsten einen wie Colombo. Im Polizeiruf war ich meist der Verbrecher“. Hochachtung im Publikum erzeugte sein Engagement als Botschafter und Förderer der „Stiftung Kinderhospiz Mitteldeutschland Nordhausen“.

Astrid Höschel-Bellmann wuchs in Markschönstädt bei Dornreichenbach auf, machte in Oschatz ihr Abi. Als diplomierte Schauspielerin arbeitete sie bis 2000 am Kleist-Theater Frankfurt/Oder. Ihre Erfahrungen gibt sie – die nie Lehrerin werden wollte – nun als Dozentin an Leipzigs Hochschule für Musik und Theater in den Fächern Jazz und Musical weiter. „Die Studenten sollen ihre Parts nicht nur singen, sondern auch ausdrucksstark gestalten“, lehrt sie dort. Zu ihrem Brecht-Programm sagte der Ehemann: „Sie holt den Brecht vom Sockel“, denn der große Theatermann habe so seine Probleme mit Frauen gehabt. Außerdem seien sie darauf gestoßen, dass Brecht von anderen abgeschrieben hat, was natürlich eine lebhafte Diskussion mit aktuellem Bezug auslöste. Für musikalisch-klassische Zwischentöne sorgten Manuela und Jan Alfaenger aus Taucha.

Reinhard Rädler

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