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Taucha Völkerverständigung im Zeichen der Maultrommel
Region Taucha Völkerverständigung im Zeichen der Maultrommel
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13:48 19.05.2015
Jakutiens Vizepräsident Dmitri Gluschko (Mitte links) überreicht im Beisein von Teilnehmern und Organisatoren des Internationalen Maultrommel-Kongresses Tauchas stellvertretenden Bürgermeister Thomas Kreyßig einen Bildband über den letzten Kongress in Jakutsk sowie eine Maultrommel, das National-Instrument von Jakutien. Quelle: Olaf Barth

Dieser war mit traditionell gekleideten Landsleuten gekommen und überreichte Kreyßig einen Bildband sowie eine originale Maultrommel aus dem fernen Land, in welchem sie als National-Instrument verehrt wird. Gluschko informierte über die Bemühungen seines Landes bei der Uno, den Maultrommel-Tag in Jakutien im November zum weltweit geltenden Tag des Instruments zu erklären. "Die Maultrommel ist mehr als ein Musikinstrument, sie ist ein Mittel zur Völkerverständigung", sagte er. Damit griff er einen Gedanken von Kreyßig auf, dem es eine besondere Ehre war, Vertreter sowohl der Russischen Förderation als auch der Ukraine begrüßen zu können: "Kriege zerstören, gemeinsam erlebte Kultur vereint." Beifall.

Der erste weltweite Maultrommel-Kongress der International Jew's Society (IJHS) war vor 30 Jahren in Iowa vom amerikanischen Musik-Professor Fred Crane einberufen worden. 2011 allerdings war Crane 83-jährig gestorben. Für ihn und einen weiteren Mitstreiter bat der IJHS-Präsident Franz Kumpl aus Wien im Ratssaal um eine Schweigeminute. Und Sven Otter, der den diesjährigen Kongress leitet, sagte: "Auch wenn er selbst leider nicht mehr am Kongress teilnehmen kann, bin ich mir sicher, dass wir hier auch in seinem Interesse zusammenkommen." Tradition sei die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche, zitierte Otto den Komponisten Gustav Mahler. "Ich sehe in uns allen hier das Feuer brennen bei einem der größten Treffen unterschiedlicher Generationen von Freunden der Welt- und Maultrommel-Musik." Zwischen den Reden gab es beeindruckende Klangproben von Virtuosen dieses Instrumentes.

Schlossvereins-Chef Jürgen Ullrich zeichnete rückblickend die Erfolgsgeschichte des "Ancient Trance" in Taucha nach. Gemeinsam mit den Organisatoren hatte er sich 2009 von einem LVZ-Artikel über die Tauchaer Maultrommel-Firma Dan Moi inspirieren lassen, das Festival von der Pleiße an die Parthe zu holen. "Es ist wieder eine große Freude, Gäste aus Nah und Fern in Taucha begrüßen zu können", hieß auch Ullrich die internationalen Besucher willkommen. Die werden sich nun bis Sonntag bei zahlreichen Konzerten und Workshops vergnügen sowie über die neuesten weltweiten Erkenntnisse zum Thema Maultrommel austauschen.

Festival-Programm: www.ancient-trance.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.08.2014
Olaf Barth

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