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Volkstrauertag: Mahnung vor rechtsextremer Gewalt

Volkstrauertag: Mahnung vor rechtsextremer Gewalt

Erinnerung an die Toten von Gewaltherrschaft und Krieg, aber auch Mahnung vor Rechtsextremen hierzulande und Despoten auf der ganzen Welt – diesen Bogen spann Tauchas Bürgermeister Holger Schirmbeck gestern beim Gedenken zum Volkstrauertag auf dem Friedhof.

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Volkstrauertag: Bürgermeister Holger Schirmbeck (vorn) nach der Kranzniederlegung auf dem Friedhof.

Quelle: Jörg ter Vehn

Taucha. Mehr als 50 Vertreter von Stadt und Kreis, Fraktionen, Schulen und Vereinen, aber auch „normale“ Bürger nahmen an der Feier teil und legten Kränze nieder.

Am Gedenkstein auf dem Friedhof, mitten unter den Kriegsgräbern, erinnerte Schirmbeck an die Toten der Weltkriege und des Naziregimes, aber auch der DDR-Zeit. „Totalitäre Regime sind gut darin, Menschen Leid zuzufügen oder gar in den Tod zu schicken“, sagte er. Mit Blick auf jüngste rechtsextremistische Gewalt warnte er vor den „geistigen Brandstiftern“, die wieder unter uns seien.

Wenn ein Land es sich zur Staatsdoktrin gemacht habe, einen anderen Staat von der Landkarte zu tilgen, müsse dem etwas entgegengehalten werden, meinte er mit Blick auf den Iran und aktuelle Informationen zu dessen Atombombenprogramm. Despoten müsste in die Schranken gewiesen werden, das gelte auch für Syrien. Treffen wie das zum Volkstrauertag seien wichtig, um aus der Vergangenheit für die Zukunft zu lernen. Insbesondere freue er sich, dass mit sieben Gymnasiasten, die einen Text aufsagten, und Vertretern des Jugendparlaments auch viele junge Leute den Weg zum Gedenken gefunden hätten.

Der katholische Pfarrer Wolfgang Ruhnau, der für beide Kirchgemeinden die Ansprache hielt, wertete den Volkstrauertag eher als Trauertag für die Gegenwart. „Für die Menschen, die gewalttätig sind, lieblos, egoistisch, die Leben nehmen oder zerstören“, sagte Ruhnau. Darüber trauere dieses Volk. „Ich wünsche mir eine Welt, die liebevoll, gewaltlos, wo einer den anderen höher schätzt als sich selber, eine Welt, die glücklich ist.“ Dies könne man nicht von anderen zuerst erwarten, damit müsse man selber anfangen.

Jörg ter Vehn

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