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Taucha Vom Spielzeug zu Skulpturen - Felix Hafner und Dieter Billhardt zeigen ihre Arbeiten im Schloss Taucha
Region Taucha Vom Spielzeug zu Skulpturen - Felix Hafner und Dieter Billhardt zeigen ihre Arbeiten im Schloss Taucha
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16:30 19.05.2015

Vielmehr ist er auf der Suche nach passendem Holz von Eiche und Pappel. Der 29-Jährige ist der bisher jüngste Künstler, der seine Werke im Schloss Taucha ausstellt. Jetzt wurde die Ausstellung seiner Arbeiten und der Bilder des Künstlers Dieter Billhardt eröffnet. Dritter Künstler des Nachmittags war der Musiker Harry Künzel.

"Felix Hafner hat schon einmal einige Skulpturen hier gezeigt, das war ein echtes Sprungbrett für ihn", sagt Susanne Ullrich vom Förderverein Schloss Taucha. Den jungen Mann verwundert das wenig, denn für ihn beleben Skulpturen einen Raum, verleihen Zimmern eine besondere Atmosphäre. "Derzeit stelle ich viel in Hotels aus, und wenn ich die Arbeiten wieder abhole, bekomme ich zu hören, dass in den Räumen etwas fehlt", erklärt er. Für seine Skulpturen verwendet er immer die Kombination aus Holz, Stein und Metall. Alles natürliche Materialien, "mit Kunststoffen kann ich nichts anfangen, die üben keinen Reiz aus". So könne eine weiche Form vorrangig aus Holz Wärme und Entspannung vermitteln, während ein Werk aus Marmor oder Kalkstein eher anmutig wirke.

Holz bearbeitet hat Hafner bereits als Kind. Sein erstes "Werk" war ein Piratenschiff, es folgten eine Armbrust und Pfeil und Bogen. In seiner eigenen kleinen Werkstatt entstanden dann auch bald schon Skulpturen, die ihre Liebhaber fanden. "Zu Weihnachten und zum Geburtstag habe ich mir immer Werkzeug gewünscht", erzählt er.

Dieter Billhardt ist im Vergleich zu Hafner so etwas wie ein alter Hase auf dem Gebiet der Kunst. Der Architekt hat sich im Laufe seiner Malerei-Karriere nie für einen bestimmten Stil entschieden, weshalb er seine Kunst in Anlehnung an seinen Namen "BillArt" nennt. "Stil ist nicht Beständiges, sondern fortwährender Wandel", begründet er.

Aus dem Grund standen die Besucher am Sonnabend nicht nur vor Collagen und mehrdimensionalen Werken, sondern auch vor einer "APP", die den Künstler zusammen mit seiner Frau zeigt und die Billhardt aus einem schwarz-weiß Foto entwickelt hat. Karikaturen und Karten hat sich der 79-Jährige ebenfalls verschrieben. Der Beruf als Architekt hat ihn laut eigener Aussage selten inspiriert. Vielmehr "musste ich ja früher im Studium selbst zeichnen können, heute machen das alles Computer", sagt er.

Die Ausstellung im Rittergutsschloss Taucha ist bis zum 28. Juli an den Wochenenden von jeweils 14 bis 16 Uhr für Besucher geöffnet.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.07.2013

Julia Tonne

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