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Taucha Vom Trunk der "glögglich" macht
Region Taucha Vom Trunk der "glögglich" macht
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22:15 30.11.2014
Der sechsjährige Steve Bretschneider aus Plaußig trägt dem Weihnachtsmann ein Gedicht vor. - Hunderte strömten am Wochenende wieder auf Tauchas Markt. Quelle: Reinhard Rädler
Taucha

Weihnachtsmänner, Kindereinrichtungen, Vereine, Händler und Ensembles sorgten für stimmungsvolle Atmosphäre.

Zielgerichtet steuerte Silvie Wittig zum Stand des Fördervereins der Mittelschule Taucha. "Das ist für mich jedes Jahr ein Muss. Ich hole mir hier immer zwei, drei Adventsgestecke, weil sie sehr liebevoll und individuell gestaltet sind", sagte die Taucherin. "Es sind auch schon vor dem Weihnachtsmarkt eine ganze Menge weggegangen", freute sich die Vorsitzende des Fördervereins, Ilka Töpel. "Drei Tage haben wir gebastelt. Allen Spendern und Helfern großen Dank", sagte Vereinsmitglied Andrea Thiergen.

Taucha. Kalt genug war es, um sich auf einen Glühwein zu freuen und trocken war es auch. Das reichte, um die Tauchaer am Wochenende zu Hunderten auf die beiden Weihnachtsmärkte ins Zentrum und auf den Schlossberg zu locken. Weihnachtsmänner, Kindereinrichtungen, Vereine, Händler und Ensembles sorgten für stimmungsvolle Atmosphäre.

Ulrich Werner, der in Oberböhmsdorf bei Schleiz eine eigene Weihnachtsbaumkultur betreibt, startete seinen Weihnachtsbaumverkauf, das 24. Mal in Taucha. "Bis zum Schmücken sollte man die Bäume im Netz lassen und sie im Freien ins Wasser stellen. Frost macht ihnen nichts aus", gab der Fachmann einen Tipp. Mittlerweile war auch der Weihnachtsmann eingetroffen, der von Stadtrat Thomas Kreyßig begrüßte wurde. Der Mann im roten Mantel war sogleich von Kindern umringt, die ihre Wunschzettel abgaben. Steve Bretschneider (6) aus Plaußig trug aufgeregt, souffliert von der Oma, sein Weihnachtsgedicht "Wer klopft an dem Tore" vor.

Beim Heimatverein ließen sich die Besucher Bratapfelschnäpse, Quarkbällchen und den Extra-Punsch schmecken. Auch an den Glühweinständen wurde fleißig ausgeschenkt. Immer voller wurde der Markt. Kein Wunder, denn im Halbstundentakt führten Kindereinrichtungen ihre Programme auf, gefolgt von eine Bläsergruppe der "Tauchaer Musikanten". Mit Einzug der Dunkelheit überstrahlte Lichterglanz der über zehn Meter hohen Nordmanntanne den proppevollen Markt. Die Besucher pendelten in Scharen zum Weihnachtsmarkt des Schloßvereins im historischen Areal am Haugwitzwinkel und zurück. Auf dem Weg stoppten viele am Café Esprit, um sich von Jürgen Rüstaus Behauptung, dass Glögg, die schwedische Glühweinvariante, "glögglich macht", selbst zu überzeugen.

Auch auf dem Schlosshof begrüßte der Weihnachtsmann, begleitet von Klängen des Posaunenchores der evangelischen Kirchgemeinde, die Kinder. Stände lockten mit Knabbereien, Gestricktem oder Büchern. Und Katrin Stephan zeigte am Spinnrad das alte Handwerk. Für das LVZ-Projekt "Schüler lesen Zeitung" befragten Jenny Thieme sowie Lea und Lucie Dölling vom Gymnasium die Besucher zu den Weihnachtsmärkten. "Die Meinungen waren überwiegend positiv", so ihr Fazit.

Gestern Nachmittag vollzog Bürgermeister Holger Schirmbeck gemeinsam mit Steffen Pilz vom Heimatverein den traditionellen Stollenanschnitt. 30 der leckeren Backwerke mit einer Gesamtlänge von fast zehn Metern hatte der Verein diesmal in der Stollenhauptstadt Dresden geordert. Der Verkaufserlös soll wieder für einen guten Zweck gespendet werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 01.12.2014

Reinhard Rädler und Olaf Barth

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