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Taucha Vor Gedenktag säubert Tauchas Jugendparlament die Mahnmale
Region Taucha Vor Gedenktag säubert Tauchas Jugendparlament die Mahnmale
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09:59 29.01.2018
Für das Jugendparlament Taucha legt Sprecher Tom Richter einen Kranz am Mahnmal nieder. Quelle: Olaf Barth
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Taucha.

Rund 50 Vertreter von Parteien, Schulen, Kirchen und aus der Bürgerschaft kamen am Sonnabend am Mahnmal in Taucha zusammen, um am deutschlandweiten Gedenktag auch hier den Opfern des Nationalsozialismus zu gedenken. Nach Klängen des Posaunenchores der evangelischen Kirchgemeinde erinnerte der stellvertretende Bürgermeister Thomas Kreyßig (SPD) an die Gräueltaten der Nationalsozialisten gegenüber dem jüdischen Volk sowie an die Verbrechen an Christen, Sinti und Roma, Homosexuellen, politisch Andersdenkenden, Zwangsarbeitern, Menschen mit Behinderungen, Frauen und Männern des Widerstandes. Dabei stehe der Name „Auschwitz“ als Inbegriff für die Verbrechen der Nationalsozialisten.

Kreyßig erwähnte unter anderem, dass in Taucha und Umgebung während der Naziherrschaft in mehr als 20 Lagern etwa 5000 Zwangsarbeiter für die Kriegsindustrie arbeiten mussten. Mit Blick auf die Gegenwart sprach er von erneuten Gefahren durch Nationalismus, Antisemitismus, Rassenhass und Fundamentalismus. Die Demokratie müsse wachsam bleiben. Das Wissen, wozu Diktaturen fähig sind, müsse an die nachfolgenden Generationen weitergegeben werden. Nach Kreyßigs Rede gedachten die Pfarrer Wolfgang Ruhnau (kath.), Eckhard Nadolny (neuapostol.) und Stefan Zieglschmid (ev.-luth.) mit einem gemeinsamen Gebet der Opfer.

Danach wurden Kränze niedergelegt, so auch von Tom Richter für das Jugendparlament. Mit zwei Mitstreitern hatte er die Mahnmale am kleinen Schöppenteich von Schmierereien gesäubert. Auch Gymnasiasten und Oberschüler waren zur Veranstaltung gekommen. „Weil das Nichtvergessen für uns und die Zukunft wichtig ist“, sagten sie auf Nachfrage.

Von Olaf Barth

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