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Taucha Vor Umbau passabel, jetzt rissig - Anwohner der Marthastraße fürchten Kostenlawine
Region Taucha Vor Umbau passabel, jetzt rissig - Anwohner der Marthastraße fürchten Kostenlawine
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21:00 15.03.2010
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Taucha

Anwohner wie Andreas Höll fürchten nun, dass die Schäden nach dem Ende des Baus nicht vollständig gehoben werden. Die Sorgen sind begründet, erfuhr die LVZ. „Vor dem Umbau war das hier eine ganz normale Nebenstraße“, erzählt Höll. „Sie war zwar geflickt, aber sie war in einem vernünftig befahrbaren Zustand.“ Durch das schwere Gerät sei der Belag der Anwohnerstraße an vielen Stellen aufgebrochen. „Dann war Winterpause und der Frost hat ein Übriges getan“, erzählt er. Das Ergebnis: Die Marthastraße ist durchzogen von Längsrissen im Asphalt, teils auch ganz aufgebrochenen Stellen. „Aber schuld daran sind nicht wir, sondern die Bauleute“, sagt Höll. Er befürchtet, dass am Ende die Anwohner die Zeche zahlen müssen, wenn wegen der vielen Schäden die Marthastraße in ein paar Jahren grundhaft ausgebaut werden muss. „Dann sollen die Anwohner zahlen für das, was jetzt die Baufahrzeuge kaputt gemacht haben.“ „Wir werden die Schäden, die wir verursacht haben, auch reparieren“, verspricht Jochen Endle von den Kommunalen Wasserwerken. Allerdings habe die Straße keinen regelhaften Unterbau. „Sie neu aufzubauen und mit einer neuen Decke zu versehen, liegt nicht in unserem Aufgabenbereich“, sagt er. „Wir setzen nur instand.“ In den Vorgesprächen habe die Stadt Taucha gesagt, dass sie für eine neue Decke nicht aufkommen wolle. Wieviel genau die Wasserwerke als Abschluss der Arbeiten reparieren würden, entscheide sich erst nach einer Begehung mit dem Bauamt Taucha in den nächsten Wochen. Bauamtsleiterin Barbara Stein bestätigt das. „Wir versuchen eigentlich alle solche Maßnahmen so durchzuführen, dass am Ende eine Verbesserung für die Bürger herauskommt“, sagt sie. Für eine neue Decke sei aber kein Geld im Etat. Und der Unterbau der Straße entspreche nicht den heutigen Anforderungen. Die Wasserwerke hätten zudem vor Beginn der Arbeiten auf die Tragfähigkeits-Probleme hingewiesen. „Wir müssen sehen, was wir bei der Begehung aushandeln und später bei der Straßenunterhaltung machen können“, so Stein.

Jörg ter Vehn

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