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Taucha Wasserbüffelfarm lädt zu Pfingstfeuer: „Wichtig, dass Kinder noch echte Tiere sehen“
Region Taucha Wasserbüffelfarm lädt zu Pfingstfeuer: „Wichtig, dass Kinder noch echte Tiere sehen“
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21:00 24.05.2010
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Taucha

Das Ziel von Mutter und Kind war das Gelände der Wasserbüffelfarm an der Weltewitzer Straße 4 in Dewitz.

Der Bauernhof sollte alle Träume des Mädchens in Erfüllung gehen lassen. Der Besitzer des Landwirtschaftsbetriebs, Holger Weichhan, hatte Groß und Klein am Sonntagnachmittag auf sein Gut geladen, um in angenehmer Gesellschaft und mit zünftigem Essen am Pfingstfeuer zu sitzen. Der Diplom-Ingenieur möchte den Städtern außerdem ein Einblick in das ländliche Leben ermöglichen, die Wasserbüffelfarm als solches vorstellen und auch die hauseigenen Wurstprodukte anbieten. Das interessierte Emily Mandel aber reichlich wenig. Viel spannender waren die 14 auf der Weide grasenden Wasserbüffel, die elf blökenden Schafe, die 45 grunzenden Schweine und natürlich die sechs winzigen Kaninchenbabys.

Unter Aufsicht von Holger Weichhan durften Mama Kristin Mandel und ihr kleiner Sprössling sogar die große Wiese betreten und sich die asiatischen Büffel aus der Nähe ansehen. Emily war ganz mutig, rief laut „Hallo“ und winkte. Die Tapferkeit verließ die Kleine jedoch schnell, als sich liebevoll aber heimtückisch ein Bulle von hinten näherte. Weichhan lachte auf. „Es ist so wichtig, dass Kinder noch echte Tiere sehen“, sagte der 34-Jährige. Echt ja, aber den Bullen fand das Mädchen dann doch nicht so toll. Sie bevorzugte eher die kleinen Langohren.

Bauernhofgeruch lag in der Luft, vermischt mit dem Duft von gebratenen Rostern und frisch gebrühtem Kaffee. Besucher saßen auf den Holzbänken am Wegesrand. Sie genossen mit Wurstschnitte, Kuchen oder Soljanka die Strahlen der Pfingstsonne. Kinder rannten glücklich über das Gelände.

Auch Emily bekam eine Bratwurst mit Ketchup. Zufrieden, aber erschöpft vom Herumspringen, Erkunden und Entdecken saß die Kleine mampfend am Lagerfeuer. Nachdem neue Kraft getankt wurde, entschied sich der Fratz ganz spontan, bevor es wieder zurück in die große Stadt ging, selbst noch Holz zu suchen, damit die Flammen des Pfingstfeuers auch ja nicht erlöschen konnten.

Jörg ter Vehn

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