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Taucha Wasserwerke beenden Bauprojekt in Plösitz
Region Taucha Wasserwerke beenden Bauprojekt in Plösitz
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00:28 31.12.2015
In der Florastraße sind die letzten Arbeiten zur Erschließung von Plösitz erledigt worden. Quelle: Foto: Olaf Barth
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Taucha

Im Schatten ihrer neunmonatigen und jetzt fertiggestellten Mega-Baustelle B 87 in Taucha (die LVZ berichtete) haben die Kommunalen Wasserwerke Leipzig (KWL) in der Parthestadt noch ein weiteres großes Projekt dieses Jahr zu Ende gebracht: den Anschluss des Tauchaer Ortsteiles Plösitz an die zentrale Abwasserbehandlung.

In der Flora-/Ecke Idastraße erledigte die Eilenburger Firma STE dieser Tage die letzten Arbeiten. Allein sie war drei Monate im Ort beschäftigt. Wie KWL-Sprecherin Katja Gläß bestätigte, enden dieses Jahr die im September 2009 begonnenen und seit 2007 geplanten Bauarbeiten. „Der Anschluss des Ortsteiles an die öffentliche Kanalisation war seinerzeit als die wirtschaftlichste Lösung im Tauchaer Abwasserbeseitigungskonzept verankert worden“, sagte Gläß. Das Ganze sei außer mit den KWL auch mit der Unteren Wasserbehörde des Landkreises Nordsachsen sowie dem Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung Leipzig-Land (ZV WALL) abgestimmt worden.

In dem rund 48 Hektar umfassenden Einzugsgebiet waren in zehn Bauabschnitten mehr als 300 Grundstücke von rund 870 Einwohnern erschlossen worden. Seit Ende 2013 sei der Anschluss des Ortes an das Mischwassernetz der Stadt über eine Druckleitung erfolgt. Damit unter anderem auch das Plösitzer Abwasser von der Tauchaer Kläranlage behandelt werden kann, wurde sie ausgebaut und das Fassungsvermögen erweitert. Für die Erschließung von Plösitz wurden unter anderem 2,4 Kilometer neue Abwasserleitungen verlegt, zwei Pumpwerke und zwei Regenüberlaufbauwerke gebaut, 2,6 Kilometer Abwasserleitungen saniert sowie 3,4 Kilometer Trinkwasserleitungen ausgewechselt.

Allerdings ging nicht alles reibungslos über die Bühne. Fließsand und Schichtenwasser sorgten im Bereich Wurzner-/Engelsdorfer Straße für schwierige Baugrundverhältnisse. Diese Herausforderungen zu bewältigen, kostete zunächst mehr Zeit als geplant. „Wir können den Anwohnern und Verkehrsteilnehmern für deren Verständnis und die Geduld nur danken. Doch Plösitz hat jetzt nicht nur ein modernes Abwassernetz, sondern auch einige sanierte Straßen“, sagte Gläß.

Denn im Zuge der Bauarbeiten wurden durch die Stadt Taucha die Kriekauer-, Hedwig-, Engelsdorfer- und Idastraße saniert und zusammen mit Nordsachsens Straßenbauamt auch ein Teil der Wurzner Straße auf Vordermann gebracht.

3,7 Millionen Euro wurden für die abwasserseitige Erschließung von Plösitz investiert, davon rund zwei Millionen Euro für den Neubau der Abwasserkanäle, informierte Gläß. Die Sächsische Aufbaubank förderte das Vorhaben mit fast 188000 Euro. Weitere 1,1 Millionen Euro, die von den KWL getragen werden, flossen in die Erneuerung des Trinkwassernetzes. Mit Fertigstellung der Arbeiten, so Gläß, können dort jetzt alle Kleinkläranlagen und Sammelgruben außer Betrieb genommen werden. Das Abwasser werde jetzt in der Kläranlage Taucha entsprechend dem Stand der Technik biologisch gereinigt. Die Endabrechnung von Baukostenzuschüssen und Hausanschlüssen an die Grundstückseigentümer erfolge wahrscheinlich im zweiten Quartal 2016.

Von Olaf Barth

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