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Weiter Streit um Schließung vom Übergang Gerichtsweg

Weiter Streit um Schließung vom Übergang Gerichtsweg

Anderthalb Jahre nach dem ersten Bürgerforum zum Umbau von Gleisen und Bahnübergängen in Taucha wollten am Dienstagabend knapp 40 Anwohner und Betroffene Neues von den Planern der Deutschen Bahn hören.

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Rund 40 Besucher kamen Dienstagabend zum Bürgerforum zum Umbau der Gleisanlagen in die Aula der Grundschule Am Park.

Quelle: Jörg ter Vehn

Taucha. Diskussionen gab es zur Schließung des Übergangs Gerichtsweg.

Wie berichtet, will die Bahn im Zuge der Netzmaßnahmen zur Eröffnung des City-Tunnels in Taucha ab 2014 das Gleisumfeld komplett umbauen. Uwe Gurks von der DB Projektbau stellte das Vorhaben erneut vor: Neben den beiden Hauptgleisen ist ein Inselbahnsteig als Endstelle der künftigen S-Bahnlinie 4 gedacht, der Reisenden das Umsteigen in Anschlusszüge erleichtern soll.

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Fuß-/Radweg auf halber Höhe: So soll die Portitzer Straße voraussichtlich ab 2016 unter den Gleisen hindurch geführt werden.

Die Portitzer Straße wird in einer Unterführung unter den Gleisen hindurch umgebaut und taucht vor dem Abzweig Schillerstraße/Kaufland wieder auf, der Übergang Gerichtsweg wird geschlossen, stattdessen am Bahnhof ein Fußgängertunnel unter den Gleisen hindurch mit Aufzügen und Rampen bis in die Schillerstraße gebaut. Die Bahnhofstraße wird abgehangen, erhält einen Wendehammer, um Autos das Umlenken zu ermöglichen, und einen Zugang für Radfahrer/Fußgänger zur Portitzer Straße. Dort werden wegen des Troges abgehangene Grundstücke über einen 3,50 Meter breiten Erschließungsweg für Anlieger, aber auch für Rettungsfahrzeuge und Müllwagen ansteuerbar. Rad- und Gehwege beidseits der Portitzer Straße führen in halber Höhe durch die Unterführung – wie bei einem ähnlichen Projekt in Markkleeberg realisiert. „Wir liegen in den Endzügen der Entwurfsplanung“, sagte Gurks. Ab dem nächsten Jahr sei das Planrechtsverfahren vorgesehen, bei dem die Betroffenen auch formell beteiligt werden.

Schon jetzt ist klar: Vom Gartenverein Einigkeit und Anwohnern der Schillerstraße wird es Gegenwind geben. Für den Verein erneuerte Günter Bretschneider die Forderung, den Übergang Gerichtsweg offen zu lassen, und es sei es nur für Radfahrer und Fußgänger. Vielen Leuten werde sonst der Umweg zum Garten zu weit, dem Verein drohe die Schließung. Die Schließung des Überganges sei eine „bahninterne Angelegenheit“ zur Personaleinsparung, der Tunnel unter den Bahnhofsgleisen hindurch sowieso nötig für den Betrieb der Anlage.

Verwirrung gab es um das beabsichtigte Gütergleis, das entgegen erster Angaben immer länger wird und nun 1100 Meter betragen soll – weswegen der Übergang sowieso keinen Sinn mache, so Gurks, weil er wegen wartender Züge oft lange dicht bleiben müsse.

Steffen deParade aus der Schillerstraße kritisierte die Ausbindung der Tunnelrampe. „Der Zugang endet bei uns im Gewerbegebiet. Wem nützt das?“, fragte er. Den Bewohnern nördlich der Bahnlinie, antwortete Bürgermeister Holger Schirmbeck. Die Stadt sei zu einem Drittel an den Kreuzungskosten beteiligt, habe abwägen und die wirtschaftlichste Lösung für alle Bewohner Tauchas wählen müssen, erläuterte er. Die Planungen würden bald im Rathaus ausliegen, kündigte er an und forderte die Betroffenen zu Gesprächsbereitschaft auf. „Eins ist klar: Es wird Kompromisse geben müssen“, sagte Schirmbeck.

Jörg ter Vehn

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