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Weltmusikklänge auf der Bastei

Weltmusikklänge auf der Bastei

Vor zwei Wochen wurde mit einem Richtfest der jahrzehntelange Dornröschenschlaf der Bastei im Tauchaer Stadtpark beendet. Am Samstag gab es nun auf dem Areal der auch als Sängerkanzel bekannten historischen Stätte das erste Freiluft-Konzert.

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Weltmusik oben über Taucha: Daniel Müller (l.) und Zwen Grasnick als "Duo Liquid" auf der Bastei.

Quelle: Reinhard Rädler

Taucha. Der Tauchaer Organisator und Ideengeber Hartmut Nevoigt nutzte seine Verbindungen zur Maultrommelszene und holte dazu das Leipziger "Duo Liquid" auf die Bastei. Daniel Müller und Zwen Grasnick musizieren seit anderthalb Jahren zusammen und entdeckten ihre Liebe zu dem uralten Instrument bei den "Ancient-Trance- und Weltmusikfestivals" in Taucha. Hier kauften sie auch ihre erste Maultrommel und lernten, sie zum Klingen zu bringen. Mehr als 40 Besucher oder zufällig vorbeigekommene Spaziergänger hatten auf den Bänken unter der wiedererstrahlten Pergola Platz genommen oder sogar ihre Klappstühle mitgebracht und lauschten den ungewöhnlichen Tönen der Instrumente, die in fast allen Kulturen der Erde zu Hause sind. Möglicherweise holte sich hier auch Tauchas neugewählter Bürgermeister, Tobias Meier (FDP), an seinem ersten Amtstag bei den Klängen der Weltmusik die nötige Inspiration für seine Rede zum Abschluss des Kongresses vietnamesischer Buddhisten am Sonntag in der Mehrzweckhalle.

Im ehemaligen König-Albert-Park war es bereits das dritte von Hartmut Nevoigt organisierte kleine Event, mit denen er den Stadtpark kulturell beleben möchte. Mit der Resonanz der beiden Veranstaltungen am Aussichtsturm und der ersten auf der Bastei ist er sehr zufrieden. Bis Ende September sollen noch weitere folgen.

Die Bastei könnte dann, wie vor 109 Jahren, bei einem Chorkonzert als Sängerkanzel ihrem Namen alle Ehre machen. Wie Schlossvereinsvorsitzender und Hobby-Historiker Jürgen Ullrich in den wenigen vorhandenen Dokumenten herausfand, wurden die Säulen aus Birbo-Granit am 18. Mai 1906 in Taucha angeliefert und unter reger Anteilnahme der Bevölkerung und der offiziellen Vertreter der Stadt "begrüßt". Die 18 Säulen gaben dann der Bastion, wie sie ursprünglich hieß, ihr Gesicht.

Die historische Stätte verlor in den Jahren aber immer mehr an Bedeutung, so dass sie regelrecht verwilderte und so gut wie in Vergessenheit geriet.

Mit der Wiedererrichtung der Bastei bedankten sich die Rolandsbrüder bei der Stadt Taucha für die Gastfreundschaft und die kostenlose Nutzung des Areals des Rittergutsschlosses zum Jahrestreffen ihrer Vereinigung der Wandergesellen (die LVZ berichtete). Die Namen der fleißigen Handwerker sind an den Holzbalken der Pergola verewigt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.08.2015
Reinhard Rädler

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