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Wenig Einsätze: Rettungswache Taucha in Gefahr

Wenig Einsätze: Rettungswache Taucha in Gefahr

Die Zukunft der Rettungswache Taucha ist gefährdet, wenn sich Leipzig und der Landkreis Nordsachsen nicht über eine grenzübergreifende Zusammenarbeit verständigen können.

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Notärzte nur wenig genutzt: Ein Rettungswagen aus Taucha eilt zum Einsatzort.

Quelle: Jörg ter Vehn

Taucha. Das meint die Arbeitsgemeinschaft Sächsischer Krankenkassen für die Notärztliche Versorgung (Arge NÄV).

Aktuell sei keine Änderung am Status der Rettungswache geplant, versichert Dieter Geißler vom Eigenbetrieb Rettungswesen des Kreises. Derzeit werde der Rettungsbereichsplan für das Jahr 2011 erarbeitet, in dem Taucha aus Sicht des Landratsamtes weiterhin an sieben Tagen in der Woche 24 Stunden besetzt sein soll. Das letzte Wort habe der Kreistag, der darüber befinde, und die Landesdirektion, die anschließend den Plan unter Beteiligung der Krankenkassen prüfe.

Die Arge Näv hatte unlängst ein Papier vorgelegt, wie die Notarztversorgung im Kreis langfristig gesichert werden könne. Darin wird unter anderem vorgeschlagen, die 24-Stunden-Besetzung von Taucha zu prüfen. Geschäftsführer Markus Cording macht dafür vor allem die geringen Einsatzzahlen verantwortlich. „Wir haben das über den Zeitraum von einem Jahr analysiert: Es gibt pro Zwölf-Stunden-Schicht zwischen 1,2 und 1,7 Einsätze in Taucha“, erzählt er. „Bei den unmittelbaren Nachbarn sind es zwölf“, rechnet er vor.

Die für ihn schlechte Auslastung sei auch der Grund, warum von den 140 offen gemeldeten Diensten im Vorjahr eine Großzahl auf Taucha entfielen. Denn die Ärzte verdienten nicht pauschal, sondern je nach Einsätzen – und da gebe es im Durchschnitt in Taucha eben nur wenige. Am Ende seien allerdings nur etwa 20 Schichten offen geblieben, die von anderen Wachen mitabgedeckt wurden, so Cording.

Er sieht das Problem auch weniger im Standort Taucha, als in der Ausrichtung der Wache. „Derzeit ist sie nur für einen Radius in Richtung Kreis zuständig“, erklärt er. „Wir hätten kein Problem, wenn Taucha wieder wie früher eine Rettungswache mit 360 Grad Einsatzgebiet wäre“, sagt er. Das hieße auch Einsätze im Leipziger Randgebiet – die so gut wie nicht stattfinden.

Es mache keinen Sinn, wenn mit Geldern der Krankenkassen im Rettungsdienst sinnlose Strukturen aufrecht erhalten würden, sagt Cording: „Im Rettungsdienst sollte es keine Grenzen geben.“ Die Wache Taucha werde im Großraum gebraucht, Landrat und Oberbürgermeister müssten sich darüber aber verständigen, meint er.

Da stehen die Zeichen eher auf Sturm. Grund: Die Wache Taucha erhält ihre Einsätze von der Leitstelle Delitzsch. Laut Freistaat soll diese aufgelöst werden, die Arbeit künftig eine neue Großleitstelle in Leipzig übernehmen. Landrat Michael Czupalla wehrt sich jedoch dagegen.

Jörg ter Vehn

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