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Taucha Wie E-Mobile richtig löschen?
Region Taucha Wie E-Mobile richtig löschen?
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10:31 10.11.2017
Envia-Fuhrparkleiter Steffen Friedrich (3. von links) erläutert den Kameraden die Lage der Hochvoltbauteile und -leitungen im Motorraum bei einem Elektro-Pkw. Quelle: Foto: Reinhard Rädler
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Taucha

Damit Feuerwehrleute bei Rettungseinsätzen keinen Stromschlag erhalten oder Kurzschlüsse verursachen, müssen sie gut ausgebildet zum Einsatz eilen. Deshalb stand bei der jüngsten Schulung für die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Taucha in dieser Woche das Thema „Gefahren und Risiken bei der Brandbekämpfung und Hilfeleistung bei elektrischen Anlagen“ auf dem Plan. Dazu hatte sich Marcel Klauk vom EnviaM-Netzbetreiber Mitnetz Strom angesagt.

„Wir wollen den Einsatzkräften zeigen, wie sie Gefahren erkennen, die von elektrischen Anlagen ausgehen, damit sie sicher und effektiv an der Einsatzstelle handeln können“, erklärte der Sicherheitsingenieur in seinem Vortrag. Anschaulich erläuterte er die Unterschiede und die zu beachtenden Sicherheitsaspekte bei Trafostationen, Schaltkästen oder Starkstrom-Freileitungen. „Kein unnötiges Risiko!“, gab Klauk den Einsatzkräften mit auf den Weg. Es gebe Arbeiten an Elektroanlagen, die von der Feuerwehr nur von speziell ausgebildeten Elektrofachkräften ausgeführt werden dürfen, ansonsten sei der Stromversorger der richtige Ansprechpartner.

In den letzten Jahren ist die Anzahl von Photovoltaik- oder Windkraftanlagen erheblich gestiegen. Damit gehen neue Sicherheitsrisiken einher, auf die sich die Feuerwehrmänner einstellen müssen. Durch spezielle Schulungsmaßnahmen, wie diese oder praxisnahe Übungen, wie die Brandbekämpfung an einer aktiven Solaranlage, wie sie die Tauchaer Kameraden schon durchgeführt haben, soll das noch stärker in das Bewusstsein der Einsatzkräfte gerückt werden. „Es war für uns zum Beispiel auch sehr wichtig zu hören, dass sich die Schutz- und Sicherheitsabstände zum Erkunden und Retten und beim Einsatz von Löschmitteln auch bei den neuen Energieanlagen nicht verändert haben. Sie sind wohl noch exakter einzuhalten“, nahm der Stellvertretende Stadtwehrleiter, Jörg Schmidt, als Erkenntnis mit.

Der zweite Teil des Abends war für die Schulungsteilnehmer ebenso neu wie interessant. Denn hier ging es um die richtigen Verhaltensweisen bei der Brandbekämpfung und Schadenshilfe an Elektro-Autos, die ja doch noch nicht allzu häufig anzutreffen sind. Der envia-Fuhrparkleiter Steffen Friedrich verwies eindringlich auf die Beachtung der Informationen auf dem Rettungsdatenblatt, auf dem die Lage der Hochvoltbauteile und -leitungen vermerkt sind. Es sei sinnvoll, dieses Dokument, wie bei herkömmlichen Autos auch, unter der Sonnenschutzblende zu deponieren. Mittlerweile bekommen die Einsatzkräfte diese Daten auch über die Kennzeichen-Abfrage beim Kraftfahrt-Bundesamt übermittelt.

Wichtig sei zu wissen, dass die orangenen Kabel zum Hochvolt-System gehören und dass die Stromzufuhr beim Auslösen des Airbags oder des Gurtstraffers unterbrochen wird. Bei einem Elektromobil aus dem Envia-Fuhrpark konnten die Kameraden einen Blick ins (noch) ungewohnte Innenleben eines E-Autos werfen.

Schulungstermine der Mitnetz Strom für Feuerwehren, THW, Kommunen, Unternehmer und Elektroinstallateure können unter Telefon 03437 994-728 oder E-Mail info@mitnetz-strom.de vereinbart werden.

Von Reinhard Rädler

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