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Taucha „Wie Sau“
Region Taucha „Wie Sau“
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17:10 09.03.2012
Auch in der Südstraße liegt Sperrmüll am Straßenrand, der von der UWE Entsorgung abgeholt wird. Quelle: Jan Iven
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Taucha

Doch auch viele Bürger, die sich am Sperrmüll beteiligen, ärgern sich über falsch abgestellten Schrott und durchsuchte Müllberge.

„Die Menschen sollen schon die Möglichkeit haben, ihren Sperrmüll vor der Tür abzustellen“, sagte etwa Lutz Ritter aus der Portitzer Straße, wo am Dienstag der Müll abgeholt worden war. „Aber es kann doch nicht sein, dass es in den Straßen jedes Mal aussieht wie Sau, weil manche Leute alles durchwühlen.“ Zudem ärgert ihn der Elektroschrott, der anschließend überall stehen bleibt: „Die Leute wissen doch ganz genau, dass das Zeug nicht abgeholt wird.“

In der Heinrich-Heine-Straße hat gestern Erika Reiche Teile eines alten Einbauschrankes vor die Tür geschafft. „So ist es doch am praktischsten“, sagte die Rentnerin. Nicht jeder könne schließlich seine Abfälle zum Wertstoffhof bringen.

In der Merkwitzer Straße, wo in der Vergangenheit Sperrmüllsammler ihre Reste am Rande eines Feldes illegal entsorgt hatten, sind bisher keine Müllberge angefallen. Anwohner hatten den Grünstreifen mit einem Band abgesperrte, als die Tauchaer Sammlung hier am 27. Februar ihren Anfang nahm. Auch Rainer Engewald aus der Merkwitzer Straße hat die Gelegenheit genutzt, um „alles, was so angefallen ist“, vor die Haustür zu stellen. „Eigentlich ist die jetzige Lösung ja nicht schlecht“, sagte der 69-jährige Rentner. „Nur die vielen Müllsammler mit ihren Lieferwagen, die hier den ganzen Tag unterwegs sind, nerven ganz schön.“

Beim Ordnungsamt Taucha sind bisher noch keine größeren Unregelmäßigkeiten gemeldet worden. „Bei unseren Nachkontrollen haben wir festgestellt, dass gelegentlich Elektromüll raus gestellt wurde“, sagte Amtsleiter Albrecht Walther. „Wir haben dann versucht, die Verursacher zu ermitteln.“ Seine Empfehlung: Alte Geräte kostenlos bei der UWE entsorgen. In der Matthias-Erzberger-Straße habe ein Anwohner seinen Müll einen Tag zu früh auf die Straße gestellt und musste ihn wieder ins Haus holen. Beschwerden über wilde Müllkippen hätte es jedoch nicht gegeben. Persönlich würde Walther übrigens andere Varianten der Sperrmüllentsorgung vorziehen: „In manchen Kommunen können sich die Bürger einen Container vor die Tür bestellen, wenn sie ihn brauchen.“ Der Sperrmüll dauert noch bis zum 23. März.

Jan Iven

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