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Taucha Wie das Wasser wieder sauber wird - KWL öffnen modernisiertes Klärwerk für Besucher
Region Taucha Wie das Wasser wieder sauber wird - KWL öffnen modernisiertes Klärwerk für Besucher
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12:10 22.04.2013
Die Führungen stießen auf große Interesse - hier erklärt Simone Stein (Fünfte von links) das so genannte Belebungsbecken. Quelle: Rei Rädler

Tags zuvor waren die mit einem Kostenvolumen von rund 2,9 Millionen Euro erweiterten und modernisierten Anlagen der Kommunalen Wasserwerke Leipzig (KWL) übergeben worden.

Rund 350 Besucher nahmen das Angebot an und ließen sich von den Experten der KWL bei geführten Rundgängen die einzelnen Stationen erläutern. An der Mitmachstrecke für Kinder und Jugendliche gab es Gelegenheiten zum Experimentieren und zum Spielen, Basteln und Malen. Eine Ausstellung zum Thema Trink- und Abwasser, Kanalnetz und Abwasserreinigung vervollständigte das Programm. Familie Töpel aus Taucha fand das Angebot der Wasserwerker toll: "Wenn wir an früher denken, als noch viel Abwasser direkt in der Parthe landete, interessierte es uns zu sehen, wie das heute technisch gelöst wird." Sie waren erstaunt, dass man trotz modernster Technik in der Abwasserbehandlung auf die Mikroorganismen und Bakterien nicht verzichten kann.

Simone Stein, die als Projektleiterin den Ausbau des Tauchaer Klärwerkes begleitet hat, und ihre Kollegen erläuterten während der Führungen sehr anschaulich die einzelnen Stationen, sodass die Besucher den Lauf des Abwassers im Klärprozess nachvollziehen konnten.

Auch Familie Lehmann aus Taucha war gekommen, um etwas über den Klärprozess, aber auch darüber, was so alles gefunden wurde, zu erfahren. "Wir finden schon interessante Dinge", wusste Simone Stein, "so auch Schmuck oder Geldscheine, die aber leider kaum noch zu gebrauchen waren. Richtig Sorgen machen uns allerdings biologisch nicht abbaubare Dinge, wie zum Beispiel Ohrreinigungsstäbchen, die erst in der Tuchfiltration hängenbleiben".

Klaus Schubert aus Taucha hoffte bei der Gelegenheit auf Aufklärung, ob es schon um 1870 herum im Bereich des Böttcherweges eine Art Kläranlage gegeben haben könnte. Er habe bei Umbauarbeiten Fundamentreste entdeckt, die darauf schließen ließen. Die Experten mussten hier passen und verwiesen auf die Archive der Stadt oder auf Hinweise älterer Tauchaer.

Doch nicht nur die technischen Anlagen stießen auf Interesse. Da wurde den Kleinsten am praktischen Beispiel demonstriert, wie Wasserdampf letztendlich wieder als Wasser in den natürlichen Kreislauf gelangt. Elisa Chludzinski, Studentin der Tiermedizin, interessierte sich für den mikroskopischen Blick auf die Mikroorganismen im Klärschlamm.

Am Ende des Tages zeigte sich KWL-Unternehmenssprecherin Katja Gläß sehr zufrieden über die Besucher-Resonanz: "Die Besucher haben unser Angebot sehr gut angenommen, die Führungen waren immer gut besetzt. Es war ein richtiges kleines Familienfest."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.04.2013

Reinhard Rädler

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