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Taucha Wirt zeigt SPD-Stadtrat bei Polizei an
Region Taucha Wirt zeigt SPD-Stadtrat bei Polizei an
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17:20 19.05.2015

Heinzerling hatte sich in seinem Schreiben auf einen LVZ-Artikel über die ungewisse Zukunft des Ratskellers (2. April) sowie einen tags darauf dazu veröffentlichten Leserbrief bezogen, in dem das Vorgehen der Stadt kritisiert wird. Der Kommunalpolitiker sprach in seiner Reaktion dem scheidenden Ratskeller-Betreiber eine ordentliche Geschäftsführung ab und schrieb unter anderem von mehr als 8000 Euro Zahlungsrückständen gegenüber der Stadt.

"Ich kann gar nicht glauben, dass sich Personen so weit herablassen und so viele Unwahrheiten erzählen. Es ist einfach nur traurig und leider auch beschämend, nicht nur für mich, sondern auch für die Stadt Taucha", teilte Pächter Lerch mit. Die Zahlungsrückstände würden zwei Mieten, zirka 4000 Euro betragen. Weitere 4000 Euro würden aus seit mehreren Jahren laufenden Streitigkeiten über die Nebenkostenabrechnung resultieren. Dabei gehe es um Grundgebühren für Wasser und Abwasser. Von 1993 bis 2009 habe er dafür 700 Euro pro Jahr zahlen müssen, ab der Nebenkostenabrechung 2009 aber 2000 Euro im Jahr. Seitdem gebe es diesen Streit.

"Ich kann sehr wohl eine ordentliche Geschäftsführung nachweisen. In den letzten 19 Jahren habe ich zirka 450000 Euro netto Miete an die Stadt Taucha gezahlt. An Spenden an die Stadt, Vereine und Parteien habe ich seit 1993 zirka 30000 Euro geleistet, zuzüglich Gewerbesteuer. Ich habe nicht um öffentliche Zuschüsse gebeten", zählte Lerch auf. Die Übernahme des Mobiliars für einen Euro basiere auf einer Vereinbarung. "Mein Angebot an die Stadt war, dass ich gewisse Gegenstände im Ratskeller belasse. Denn wenn gar nichts mehr drin ist, wird es noch schwerer, einen neuen Mieter zu finden. Jeden Monat mit Leerstand bringt der Stadt zirka 1700 Euro Mindereinnahmen. Das nenne ich Verschwendung von Steuermitteln", erklärte Lerch. An der Ausschreibung für die Betreibung des Restaurants mit Freisitz nahe des Schlossberges hatte er sich nicht wieder beteiligt (die LVZ berichtete). Wird kein Nachfolger gefunden, ist der Ratskeller spätestens ab 1. August geschlossen.

Auf die Nachricht von der gegen ihn eingereichten Anzeige reagierte Christof Heinzerling gelassen. Er sieht keinen Anlass, Aussagen aus seinem Brief zurückzunehmen: "Es sind Tatsachen, aus denen ich bestimmte Folgerungen gezogen habe. Ich verstehe die Anzeige nicht." Heinzerling sagte gestern weiter, dass er kein Interesse an einer weiteren Eskalation habe und ergänzte: "Ich habe aber Interesse daran, dass der Ratskeller wieder vernünftig besetzt wird." Olaf Barth

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.04.2013

Olaf Barth

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