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Taucha Wohnungen in Taucha mit schmucker Außengestaltung
Region Taucha Wohnungen in Taucha mit schmucker Außengestaltung
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07:56 30.11.2009
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Taucha

Der Anfang ist gemacht: In der Kurzen Straße wird derzeit ein Block saniert, der jetzt schon in hellen Gelb- und Orangetönen leuchtet.

Unmittelbar nebenan hatte die Vereinigte Leipziger Wohnungsgenossenschaft (VLW) bereits Farbe ins Spiel gebracht und ihre Blöcke ansprechend gestaltet. „Auch im Wohnungsmarkt gibt es Wettbewerbsdruck. Daher müssen wir künftig mehr machen bei den Sanierungen“, erklärt IBV-Chef Achim Teichmann nun den neuen Weg der kommunalen Wohnungsverwalter. Ob die Gestaltung der ersten Häuser schon der große Wurf ist und künftig an allen weitere Objekten nur variiert wird, wisse er noch nicht. „Wir wollen aber einen Stil finden, der sich abhebt von den anderen“, so Teichmann.

Der Markt zeige, dass auch etwas höhere Mieten bei entsprechend aufwändigerer Sanierung – in der Kurzen Straße gibt es zum Beispiel Laminatböden – erzielbar seien. Während die eine Häfte des dortigen Blocks bereits vermietet sei, stünden auf der anderen Seite noch vier Wohnungen frei zu einem Mietpreis von 5,60 Euro pro Quadratmeter kalt. „Sonst nehmen wir im Durchschnitt bei einer sanierten Wohnung mit Balkon 5,20 Euro, ohne Balkon 4,60 Euro“, erklärt Teichmann das Preisgefüge.

Rund 1100 Wohnungen habe die IBV, 960 davon seien saniert, wenn die Häuser in der Kurzen Straße fertig sind. Abzüglich der Gewerbeeinheiten blieben 110 Wohnungen, die aber in den Vorjahren schon teilsaniert worden seien. „Diese Wohnungen werden unser Programm in den nächsten rund drei Jahen sein, je nachdem, wie die Kredite fließen“, erklärt Teichmann. Mehr als die Hälfte dieser Häuser stehe leer, ließe sich auch nicht mehr vermieten. „Unsere Planungen sehen vor, in den nächsten zwei Jahren erstmal 40 Wohnungen zu sanieren“, erklärt er.

Ein Block werde dabei auch altersgerecht umgebaut, mit barrierefreien Zugängen zumindest im Erdgeschoss, entsprechenden Bädern und Türen. „Der Markt für solche Wohnungen wird immer größer, das liegt nicht zuletzt an der demografischen Entwicklung“, sagt er. Andere Anbieter seien dabei, ebenfalls solche Angebote, teilweise auch als Betreutes Wohnen, zu entwickeln. „Wir verstehen diesen ersten Block als Test und wollen dort zunächst Erfahrungen sammeln“, so der IBV-Chef.

Neben der Kurzen Straße schließen sich in der Matthias-Erzberger-Straße eine Reihe unsanierter Blöcke an, die zwar unter IBV-Verwaltung stehen, aber mit Rückgabeansprüchen belegt sind. Teichmann ist zuversichtlich, diese Häuser bald ganz zugeschrieben zu bekommen. Das Bundesverwaltungsgericht habe die IBV-Sicht bestätigt, die Gegenseite aber das Bundesverfassungsgericht angerufen.

Wie berichtet, hat eine Firma des Deutschen-Gewerkschafts-Bundes die Ansprüche angemeldet, weil Gelder von früheren Gewerkschaftsverbänden in den Bau geflossen seien. Die IBV steht auf dem Standpunkt, dass zum Zeitpunkt des Baus der Häuser die Nazis die Gewerkschaften bereits aus der damaligen Gagfah herausgedrängt hatten, die Gelder für die Gesellschaft aus Nazi-Kassen stammten.

Jörg ter Vehn

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