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Taucha „Würde es gerne nochmal machen“
Region Taucha „Würde es gerne nochmal machen“
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10:00 19.07.2011
Vorbei: Das Maultrommel- und Weltmusikfestival Ancient Trance 2011 ist beendet. Helfer bauen ab, die knapp 2000 Besucher ziehen mit ihren Rucksäcken wieder ab. Quelle: Jörg ter Vehn
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Ein schöner Freitag, ein traumhafter Sonnabend, da habe der Regen am Sonntag irgendwie fast schon dazugehört, meinte Corinna Klinke vom Festivalbüro. Aufgeregt habe sich jedenfalls niemand. Nur sei aus dem angekündigten Weltrekordversuch eher eine Session geworden, auch aus Respekt vor dem erst vor wenigen Wochen in Sibirien aufgestellten Rekord mit mehr als 2000 Menschen. Mehr als 200 Besucher hätten in Taucha „die goldene Zunge“ vibrieren lassen, zum Abschluss einen tanzende Spirale gebildet. Bis tief in die Nacht seien im Teezeit – da sei das Bier schon lange alle gewesen – Lieder aus aller Welt gesungen worden.

Den Campern und Technikern, die gestern aufräumten, war vom regnerischen Finale nicht viel anzusehen. Die Sonne am Vormittag trocknete Schlafsäcke und Kabelberge gleichermaßen rasch. So verschwanden im Lauf des Tages ein Großteil der Bühnen, Buden und Zelte wieder aus Taucha. Rucksacktouristen aus halb Europa pilgerten meist in kleinen Grüppchen zur Straßenbahnendhaltestelle Richtung Leipzig.

Aus Frankreich, Österreich, Tschechien, Dänemark und Holland seien Gäste gekommen, erzählte Festivalleiter Andreas Kosmovicz. „Ich hab sogar ein Auto aus Norwegen gesehen.“ Er schätze die Besucherzahl auf rund 2000, „eine schwarze Zahl wird das Festival damit auch in diesem Jahr wohl nicht erreichen“, meinte er. Vieles habe in diesem Jahr schon effektiver als im Vorjahr realisiert werden können. „Eine so seltene Festival-Pflanze wie diese braucht eben auch ihre Zeit zum Wachsen: sowohl in der Vor- und Nachbereitung, als auch auf den Bühnen“, hieß es aus dem Festivalbüro. Es soll bis Donnerstag aus dem Schloss verschwunden sein.

Abbau: Helfer packen die beim Festival benötigten Kabel wieder ein. Quelle: Jörg ter Vehn

„Alles ganz entspannt“, beurteilte Albrecht Walther vom Ordnungsamt den Festivalverkauf. Lediglich am Donnerstagabend, also noch vor dem Festival, habe einen Vorfall gegeben. „Da gab es auf der Festwiese gegen 22.30 Uhr einen Soundcheck der Anlage, der so laut war, dass sich die Anlieger berechtigterweise beschwert haben“, erzählte er. Die Festivalleitung sei sofort hin und habe sich bei den Anliegern auch entschuldigt. Ansonsten habe es nur kleinere Sachen gegeben, bei denen die Festivalleitung ebenfalls sofort reagiert habe. „Alles in allem war es gut organisiert“, meinte Walther.

Er habe bislang nur positives Feedback erhalten, so Festival-Mitbegründer Clemens Voigt gestern. Der Soundcheck am Donnerstagabend sei nicht mit der Leitung abgesprochen und eine echte Panne gewesen, bedauerte Voigt. Sie habe ihm aber die Gelegenheit zum Gespräch mit den Anwohnern gegeben. Von ihm aus könne es auch 2012 wieder ein Ancient Trance in Taucha geben. Voigt: „Ich würde es gerne nochmal machen.“

Schlossvereins-Vorsitzender Jürgen Ullrich hätte nichts dagegen: „Ein tolles Highlight für Taucha und ein Beitrag dazu, dass unsere Stadt etwas bunter und bekannter wird.“

Jörg ter Vehn

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