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Taucha Zehntklässler produzieren Ansichtskarten abseits bekannter Taucha-Motive
Region Taucha Zehntklässler produzieren Ansichtskarten abseits bekannter Taucha-Motive
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13:59 19.05.2015
Ausstellung im Tauchaer Rittergutsschloss: Celine Schreiber (links) und Nele Weihrauch zeigen stolz auf ihre Postkartenmotive. Quelle: Reinhard Rädler

In der Ausstellung im Rittergutsschloss, die am Donnerstag eröffnet wurde, wird man die typischen Ansichten mit den Highlights der Stadt allerdings nicht finden.

Im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen dem Kunstvermittlungsprogramm der HALLE 14, dem gemeinnützigen Kunstzentrum auf dem Gelände der Leipziger Baumwollspinnerei, und dem Tauchaer Gymnasium gingen Mitte März 120 Schülerinnen und Schüler mit der Leipziger Fotografin Margret Hoppe auf eine fotografische Suche nach Spuren städtischer Veränderungsprozesse. "Wir wollten dabei den bewussten Blick auf spür- und sichtbare Veränderungen schärfen und uns unter diesem Hintergrund mit dem Medium Postkarte auseinandersetzen", erläuterte Paula Kanefendt vom Kunstzentrum die Entstehungsphase. Jeder Schüler musste nun, unter seinem ganz persönlichen Blickwinkel, zwei eigene Postkartenmotive gestalten - eins von den Gebäuden oder dem Umfeld der Baumwollspinnerei und eins aus Taucha oder dem eigenen Heimatort.

Herausgekommen sind mehr als 250 Motive. "Abseits zivilisierter Wege fanden die Schüler interessante Plätze, welche normalerweise auf keiner Postkarte zu sehen sind", fasste Kunstlehrerin Roswitha Riemann, die mit ihren Kolleginnen Kathrin Riecher und Myriam Walther das Projekt betreut hatte, das Ergebnis zusammen. Alte und neue Gebäude nebeneinander, Fassadendetails, verrostete Türen hinter Pflanzenranken oder einen vor sich hin rostenden ausrangierten Pkw wählten die Fotografen auf Zeit unter anderem für ihre Motive aus. Nicht wenige haben dabei zum ersten Mal richtig bewusst fotografiert.

Für Nele Weihrauch war das allerdings nichts Neues. "Ich ziehe oft nur mal so mit meiner Spiegelreflexkamera los, Motive finden sich immer. Gerne mache ich Porträtfotos oder Naturaufnahmen", erzählte sie. Der Workshop habe ihren Blick bei der Suche nach Motiven noch mehr auf Details gerichtet. Ihre Schulkameradin Celine Schreiber hingegen war zum ersten Mal mit einem Fotoapparat in Hohenheida oder Göbschelwitz auf Motivsuche. Sonst malt sie lieber, will aber nun doch öfter mal den Pinsel mit dem Kameraauslöser vertauschen, verriet sie.

"Dankenswerterweise hat uns der Schlossverein wieder seinen Ausstellungsraum überlassen", freute sich Kunstlehrerin Riemann. Bis zum 4. Juli ist die Ausstellung während der Unterrichtszeiten bis 14 Uhr geöffnet. Gegen eine Spende von einem Euro können dort auch Postkarten erworben werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.06.2014
Reinhard Rädler

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