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Zeit für Umstellung wird knapp

Kleinkläranlagen Zeit für Umstellung wird knapp

Grundstückseigentümer beziehungsweise Hausbesitzer in Schkeuditz und Taucha, die nicht am zentralen Abwassersystem der Kommunalen Wasserwerke Leipzig (KWL) angeschlossen sind, müssen es bis zum 31. Dezember dieses Jahres geschafft haben, ihre Abwasserentsorgung auf eine biologische umzustellen. Die Zeit, die dafür noch bleibt, wird knapp.

Schkeuditz/Taucha. Grundstückseigentümer beziehungsweise Hausbesitzer in Schkeuditz und Taucha, die nicht am zentralen Abwassersystem der Kommunalen Wasserwerke Leipzig (KWL) angeschlossen sind, müssen es bis zum 31. Dezember dieses Jahres geschafft haben, ihre Abwasserentsorgung auf eine biologische umzustellen. Das sind nach Auskunft von Andreas Berthold, Geschäftsführer des Zweckverbandes für Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung Leipzig-Land (ZV-Wall), noch einige. „Wir sind in Schkeuditz bei etwa 71 Prozent, die bereits umgerüstet haben oder zumindest eine Umrüstung in die Wege geleitet haben. In Taucha sind es etwa 79 Prozent“, sagte Berthold.

Dabei trifft die gesetzliche Vorgabe die Hausbesitzer nicht aus heiterem Himmel. Seit Juli 2007 nämlich ist die Sächsische Kleinkläranlagenverordnung in Kraft. Seit 2008 sind die KWL informierend in der Region unterwegs: „Gemeinsam mit dem ZV-Wall haben wir zu Bürgerveranstaltungen eingeladen, Tage der offenen Baustellen durchgeführt, bei denen die neuen Anlagen besichtigt werden konnten. Wir haben Informationsmaterial verteilt, waren auf etwa 2000 Vor-Ort-Begehungen“, zählte Mario Hoff, Unternehmensbereichsleiter Markt bei den KWL, auf. „Es dürfte eigentlich keinen mehr geben, der von der Umstellungspflicht noch nicht weiß“, resümierte er.

Trotzdem bieten die KWL und auch der ZV Wall weiterhin ihre Hilfe an. „Ein erster Schritt zur Umrüstung ist, sich an uns zu wenden“, sagte Berthold. „Wir haben in Sachsen den Vorteil, dass es für die Umrüstung vom Freistaat in diesem Jahr noch bis zu 1500 Euro Fördergeld gibt“, wies der ZV Wall Geschäftsführer hin. Im Nachbar-Bundesland Sachsen-Anhalt gebe es die zum Beispiel nicht. Auch von den Sozialämtern könne bei finanziellen Engpässen mit Unterstützung gerechnet werden. „Wer mit der Umrüstung generell überfordert sei, könne mit den KWL einen Vertrag über den Bau und die dann notwendige, turnusmäßige Wartung der Anlage abschließen, ergänzte Sebastian Strom, der für die dezentrale Erschließung bei den KWL zuständig ist.

Vor allem in den Ortsteilen von Taucha und Schkeuditz ist die Umrüstung der dezentralen Anlagen ein Thema. Über 100 sind es etwa noch im Tauchaer Ortsteil Pönitz. Auch in Merwitz, in Plositz, in Seegeritz oder vereinzelt auch in Sehlis sei noch umzurüsten. Insgesamt seien das noch etwa 370 Anlagen. In Schkeuditz sind in Radefeld, in Hayna, in Dölzig und auch im Stadtteil Wehlitz noch etwa 570 Anlagen nicht entsprechend der bald gültigen Vorschriften.

Jetzt sind es noch drei Monate, bis die Frist für die Umstellung abgelaufen ist. „Wir sind glücklich, wenn wir am Ende des Jahres bei 90 Prozent der Umstellung angekommen sind“, sagte Hoff. Doch wer jetzt erst anfange, werde es bis Jahresende wohl kaum geschafft haben. „Die Hersteller- und die Baufirmen kommen terminlich bereits ins Straucheln“, sagte Bertholdt. Dann dürfe der Winter nicht vergessen werden, der für Erdarbeiten eher ungeeignet sei.

„Wir kommen nicht gleich mit der Busgeld-Keule“, sagte Hoff. Schon deshalb nicht, weil es nicht die KWL seien, die die Bußgelder anmahnen. Dafür sei die Wasserbehörde zuständig. Doch jedem müsse klar sein, dass es sich bei der Umrüstung um die Umsetzung eines Gesetzes handele. „Wer ab dem 1. Januar seine alte Anlage weiter betreibt, handelt illegal“, wies Hoff hin. Vergleichbar wäre das mit illegaler Müllentsorgung, die ebenfalls eine Straftat darstelle. Der ZV Wall indes sei angehalten, Zuwiderhandlungen anzuzeigen. Deshalb bitten KWL und ZV Wall Nachzügler um Kontaktaufnahme.

Von Roland Heinrich

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