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Taucha Zukunft des Tauchaer Ratskellers ungewiss
Region Taucha Zukunft des Tauchaer Ratskellers ungewiss
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17:31 19.05.2015
Guido Lerch im Tauchaer Ratskeller, den er noch bis Ende Juli betreibt. Quelle: Daniel Große

Die Suche nach einem Nachfolger gestaltet sich seit Mitte vergangenen Jahres eher schwierig.

"Ich werde nicht verlängern und mich auch nicht an der Ausschreibung beteiligen", sagt Guido Lerch, der 20 Jahre Mieter des Ratskellers war. "Ich finde es schade, dass ich mich nach so langer Zeit an einer Ausschreibung beteiligen soll. So geht man nicht mit einem langjährigen Mieter um", klagt er. Auch sonst sei das Verhältnis mit der Stadt nicht sonderlich gut - ein Streit um Nebenkosten endete schon vor Gericht.

Von einem schlechten Verhältnis will Bürgermeister Holger Schirmbeck (SPD) indes nichts wissen. "Das empfinde ich nicht so, wir grüßen uns, wenn wir uns sehen", sagt er. Im Gegenteil sei es so, dass bereits seit Mitte vergangenen Jahres nach einer Lösung gesucht worden sei, die "frischen Wind" in den Ratskeller bringen sollte. "Der Verwaltungsausschuss hat dann beschlossen, dass das Pachtverhältnis neu ausgeschrieben werden soll. Und Herr Lerch hätte sich ja mit einer Konzeption, die über das bisherige hinausgeht, wieder bewerben können", sagt Schirmbeck. Nach "sachlich vernünftigen Gesprächen" habe Lerch beschlossen, dass er sich umorientieren wolle.

Um die Suche nach einem Nachfolger zu beschleunigen, hat Lerch angeboten, einen Teil des Mobiliars im Ratskeller zu belassen, wenn es eine entsprechende Entschädigung gibt. "Im Gegenzug wollte ich sieben Monate Miete sparen", erklärt er. Doch bei Gesprächen mit Schirmbeck, mit Achim Teichmann von der IBV als Verwalter oder mit deren kaufmännischem Leiter Reinhard Müller sei er auf taube Ohren gestoßen.

Ein Nachfolger für Guido Lerch und sein Team ist nicht in Sicht. Achim Teichmann hält sich bedeckt. Ja, es hätte Interessenten gegeben. Einen neuen Pächter gäbe es für das 330 Quadratmeter große Restaurant inklusive aller Wirtschafts- und Sanitärräume aber noch nicht. Laut Guido Lerch gab es bislang gerade einmal zwei Anfragen, trotz großer Anzeigenpräsenz in einschlägigen Fachmagazinen. Das liegt vielleicht auch an der allgemeinen Situation: "Deutsche Küche ist nicht mehr so beliebt. Am Wochenende läuft es sehr gut, da schicke ich Leute weg. In der Woche ist es dagegen vier Tage leer", so Lerch. Chancen sieht er, wenn investiert werde. "Die Stadt hat aber kein Interesse. Das soll der Mieter komplett leisten."

Generell würden Ratskeller nicht den besten Ruf genießen. Dass sich bis Ende Juli für Taucha ein neuer Pächter finden lässt, der gegen das schlechte Image ankämpfen kann, hält er für unwahrscheinlich. Lerch werde sich jetzt verstärkt um das Gartenlokal Taucha-Süd in der Böcklinstraße bemühen. "Das haben wir übernommen und wollen es langsam aufbauen", so der Gastronom.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.04.2013

Daniel Große

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