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Zwei "Perlekin"-Künstlerinnen mit ganz unterschiedlichen Techniken

Zwei "Perlekin"-Künstlerinnen mit ganz unterschiedlichen Techniken

Mit einer Vernissage eröffnete der Schlossverein Taucha am Samstag die diesjährige Kunstsaison in der Galerie des Rittergutsschlosses. Etwa 40 Gäste waren bei der Ausstellungseröffnung mit Werken der Leipziger Malerin und Grafikerin Sylvana Schöne sowie der aus Bad Dürrenberg kommenden Mosaikkünstlerin Petra Rehfeld dabei.

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Als wirkungsvolle Kontraste sind derzeit im Rittergutsschloss Taucha die Bilder von Sylvana Schöne (links) sowie von Petra Rehfeld auf dem Tauchaer Schlossberg zu sehen.

Quelle: Reinhard Rädler

Taucha. Beide Künstlerinnen waren allerdings nicht das erste Mal in Taucha. Während Sylvana Schöne bereits schon im Januar 2013 unter dem Thema "Bewegung" im Café Esprit ausstellte, hatte Petra Rehfeld als "Salzfrau" bei Veranstaltungen im Rittergutsschloss schon mehrfach den Heimatbund und die bekannte Saline in Bad Dürrenberg repräsentiert.

Beide Künstlerinnen gehören der Leipziger Gruppe "Perlekin" an, in der sich Kunstschaffende unterschiedlicher Genres vereinigt haben. Während sie dort ihre Eigenständigkeit bewahren können, ist es der gedanklich-künstlerische Austausch, der sie inspiriert. Anita Schulz aus Markranstädt, die als Malerin ebenfalls zur Gruppe gehört, brachte es auf den Punkt: "Unsere Seelen brauchen Nahrung und die bekommen sie dort."

Die Bilder von Sylvana Schöne leben einerseits von den äußerst präzise gezeichneten geometrischen Formen ihrer Tusche-Grafiken und - wie als Gegensatz dazu - von den farbenfrohen, in Acryl oder mit dem Buntstift gemalten, teilweise abstrakten Motiven. "Diese Sprünge in den Motiven und den Techniken brauche ich", erzählte die Künstlerin. "Wenn es mir beim Zeichnen der Linien und Kreise langweilig wird, greife ich zur Farbe, denn Sehnsüchte kann ich nicht in Schwarz-Weiß ausdrücken", lässt sie den Betrachter an ihren Inspirationen teilhaben. Die Ausstellung in Taucha sei mit 30 Bildern ihre erste richtig große Ausstellung, vermerkte die Lehrerin stolz.

Petra Rehfeld präsentierte mit ihrer Mosaikmalerei eine eher seltene Kunst. Sie habe 2008, während eines Projektes der IG Metall zur Wiedereingliederung in das Berufsleben, ihr Talent für diese Technik entdeckt. Ihre Werke, eine Kombination von Malerei und Mosaikkunst, faszinieren durch ihren 3-D-Effekt und dadurch, dass die Mosaike das Bild quasi nicht nur einrahmen, sondern die Zeichnungen als gestalterisches Element ergänzen. "Auf bestimmte Motive habe ich mich nicht festgelegt, oft sind es spontane Ideen", erzählte die Künstlerin, die sich mit ihrer Technik vor sieben Jahren selbstständig gemacht hat. Als bekennende und aktive Buddhistin hatte sie auch ihr Mosaikbild "Buddha" mitgebracht.

Die Vernissage wurde von Margit Krause, die ebenfalls zur Gruppe "Perlekin" gehört, mit eigenen Gedichten und Gesang poetisch-musikalisch umrahmt. Nach einem gefühlvoll gesungenen "Ave Maria" begleitete sie ihre selbst komponierten und getexteten Lieder mit ihrer Djembe-Trommel. Als sie im Duett mit Künstlerkollegin Anita Schulz, das Lied "Frühlingszeit" vorgetragen hatte, animierte Laudatorin Kerstin Twarog vom Schlossverein die Anwesenden zum gemeinsamen Gesang des Liedes "Alle Vögel sind schon da". Das gab es bei einer Vernissage in Taucha auch noch nicht.

Die Ausstellung ist bis zum 25. Mai an den Wochenenden jeweils von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Andere Termine sind nach Vereinbarung möglich. Der Eintritt kostet zwei Euro.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.04.2015
Reinhard Rädler

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