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Wurzen 12. Beuchaer Triathlon-Day: Schlammschlacht am See
Region Wurzen 12. Beuchaer Triathlon-Day: Schlammschlacht am See
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05:00 30.08.2010
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. Denn aus dem 12. Beuchaer Triathlon-Day wurde eine Schlammschlacht vom Feinsten.

Der Dreck tropft. Das Gesicht ist vom Schlamm gepunktet. Die Füße versinken knöcheltief in der braunen Brühe. „Willkommen im Regenwald von Beucha", ruft Moderator Andreas Clauß durchs Mikrofon. Die vielen Niederschläge verwandelten das Triathlon-Gelände am Beuchaer Autobahnsee in ein Schlachtfeld. „Lustig war‘s. Das hatte auch seinen Reiz", sagt Christof Schor nach 400 Metern Schwimmen, 14,4 Kilometern Rad fahren und 4,4 Kilometern Laufen. Seine Mannschaft belegte in der Kategorie Team-Triathlon den dritten Platz. Gewonnen haben die Leipziger Triathlon-Profis um Christian Rudolf, die mit dem Teamnamen „Todgesagte leben länger" an den Start gingen.

„Wer das überlebt hat, darf sich als Held bezeichnen", sagt Nico Skopnik vom ESV Lok Beucha und Organisator des Wettkampfes. Damit meint er den wohl schlammigsten Triathlon Deutschlands. Noch bis tief in die Nacht zu Sonnabend habe man Gräben gegraben, damit das Wasser abfließen könne. Mehr konnte man nicht tun. Bei härtesten Bedingungen gingen aber immerhin insgesamt 813 Sportler an den Start, sie sprinteten auch bei peitschendem Regen um den See.

Und die Stimmung? Die kochte trotz allem. Denn Beucha ist Kult. Hier geht es in erster Linie nicht um Plätze oder Medaillen, sondern um den Spaß am Sport. Genau deshalb ist auch Mario Brust aus Leipzig am Autobahnsee mit von der Partie. Mit einem alten Mifa Universal-Fahrrad samt Körbchen ging er an den Start. Für die schlammigen Bedingungen genau richtig. „Da bin ich ja diesmal gut dran", lacht der Sportler, der bereits das dritte Mal in Beucha die Sportschuhe schnürte.

Premiere hatte unterdessen MDR-Moderator Roman Knoblauch. „Es war einfach nur geil", lacht er nach überstandenem Wettkampf. „In einer Stunde muss ich schon wieder auf der Bühne stehen. Aber das klappt schon." Denn in Beucha wollte er unbedingt dabei sein.

Ein überaus positives Fazit zog auch Organisator Nico Skopnik. „Wir sind froh, dass alles gut lief – trotz der Bedingungen." Denn nicht nur das Wetter machte den Veranstaltern zu schaffen, auch, dass die Triathleten diesmal nur eine halbseitige Straßensperrung genehmigt bekommen haben, erschwerte das Wettkampf-Spektakel.

Nach mehr als fünf Stunden Dauer-Sport ging im Sumpf von Beucha nix mehr. „Hier ist Feierabend. Auf diesem Rasen kann niemand mehr spielen", sagte Moderator Clauß zum Schluss der zwölften Auflage. Eine Frage bleibt: Wie soll das Gelände rund um den See wieder auf Vordermann gebracht werden? Skopnik: „Mit zehn Kilo Grassamen, 20 Walzen und vielen fleißigen Händen vom Verein."

Linda Dietze

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