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Wurzen 14-Jähriger stirbt bei Arbeitsunfall in Bennewitz im Kreis Leipzig
Region Wurzen 14-Jähriger stirbt bei Arbeitsunfall in Bennewitz im Kreis Leipzig
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20:50 13.10.2015
Auf einem Bennewitzer Landwirtschaftsbetrieb kam es zu dem Arbeitsunfall. Quelle: Frank Schmidt
Bennewitz

Ein 14-Jähriger ist am Montag bei einem Arbeitsunfall in einem Landwirtschaftsbetrieb bei Bennewitz ums Leben gekommen. Es handelt sich um den Sohn der Besitzerfamilie. Der Teenager half in Grubnitz während der Ferien seinem 51-jährigen Vater bei der Arbeit und war an einer mobilen Strohpresse tätig, die über eine Kardanwelle von einem Traktor betrieben wird.

Dabei ist er gegen elf Uhr mit einem Bein in die Technik geraten und schwer verletzt worden. Ein Rettungsarzt, der nach Angaben der Polizei schnell vor Ort war, konnte aber nur noch den Tod des Jungen feststellen. „Er ist noch am Unfallort verstorben“, sagte Katharina Geyer von der Polizeidirektion. Sie bestätigte, dass der Junge zum Zeitpunkt des Unglücks alleine die Maschine bedient hatte. Warum der Minderjährige nicht beaufsichtigt wurde, so die Polizeisprecherin, konnte noch nicht abschließend geklärt werden. Der Unfall sei bemerkt worden, als ein Familienmitglied das Fehlen des Jungen am Gerät festgestellt hatte und beim Nachschauen den grausigen Fund machen musste.

Bei der Arbeit auf einem Bauernhof in Bennewitz ist ein Junge in eine Strohpresse geraten und seinen schweren Verletzungen erlegen.

Während die Leiche des Jungen zur Obduktion in die Gerichtsmedizin transportiert wurde, kümmerten sich Seelsorger des Kriseninterventionsteams um die Familienangehörigen. Entsetzen war auch in dem kleinen von Landwirtschaft geprägten Dorf zu spüren. Es hatte sich rasch herumgesprochen, dass „etwas Furchtbares“ passiert sei, wie eine Frau berichtete. Sie hatte das Geschehene über Dritte zu hören bekommen. Als dann Details bekannt wurden, zog sich der Schreck wie ein Schleier über den Ort. Kriminaltechniker haben die Ermittlungen eingeleitet. Für genauere Untersuchungen ist die Strohpresse beschlagnahmt worden.

Als einen klassischen Arbeitsunfall wollte die Polizeisprecherin das Geschehen jedoch nicht werten, da nicht bekannt ist, dass zwischen dem Vater als Betriebsführer und dem Sohn ein vertragliches Arbeitsverhältnis bestand, der Junge also auch nicht für einen Ferienjob angestellt gewesen sei. Insofern könne sie auch nicht einschätzen, welche Folgen das Unglück auf weitere Untersuchungen durch eine Berufsgenossenschaft habe. Deshalb müsse das Unglück folgerichtig als „nicht natürlicher Todesfall“ aktenkundig gemacht werden und nicht als Arbeitsunfall, sagte Geyer.

In einer ersten Version kurz nach dem Unfall war noch die Rede davon, dass der Junge 15 Jahre alt gewesen sei. Dies hat sich mittlerweile als falsch erwiesen.

Frank Schmidt

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